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Mering

13.07.2019

Starke Rückendeckung für SPD-Kandidat Hummel

Die SPD formiert sich für den Wahlkampf (von links): Ortsvorsitzender Christian Gerold, der noch amtierende Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, der frisch nominierte Bürgermeisterkandidat Stefan Hummel und der Fraktionssprecher im Gemeinderat Markus David.
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Die SPD formiert sich für den Wahlkampf (von links): Ortsvorsitzender Christian Gerold, der noch amtierende Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, der frisch nominierte Bürgermeisterkandidat Stefan Hummel und der Fraktionssprecher im Gemeinderat Markus David.
Bild: Gönül Frey

Der Meringer Ortsverein nominiert den 34-jährigen Stefan Hummel einstimmig. Er hat eindrucksvolle Fürsprecher.

Auch für die Meringer SPD geht eine Ära zu Ende, wenn Bürgermeister Hans-Dieter Kandler nach 24 Jahren nicht mehr antritt. Der Ortsverein nutzt das, um einen Generationswechsel zu vollziehen. Zentrale Persönlichkeit in diesem Prozess ist der junge Bürgermeisterkandidat Stefan Hummel. Der 34-Jährige wurde mit 100 Prozent für die Kommunalwahl nominiert.

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Rund 40 Besucher hatten sich im Schlosserwirts versammelt. Ortsvorsitzender Christian Gerold begrüßte neben Kandler auch den Pöttmesser Rathauschef Franz Schindele und die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr.

Meringer SPD stellt Gemeinderatsliste im Herbst auf  

„Wir sind eine gute Truppe. Wir haben viele neue Ideen“, sagte Ortsvorsitzender Gerold, der selbst erst im Dezember gewählt wurde. Er sei froh, dass sich mit Stefan Hummel schnell der passende Bürgermeister-Kandidat gefunden habe. „Im Herbst werden wir eine starke Liste aufstellen, auch wieder mit vielen parteifreien Kandidaten“, kündigte er an.

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Einen eindrucksvollen Fürsprecher fand Hummel im Pöttmesser Bürgermeister Franz Schindele. Dort arbeitet der 34-Jährige nämlich als Leiter der Verwaltung. „Als er vor fünf Jahren zu uns kam, war es ein Glücksgriff für die Gemeinde“, sagte Schindele.

Er sei manchmal regelrecht eifersüchtig gewesen, bekannte der Rathauschef: „Er hat ganz schnell die Herzen der Bürger erobert, wie es mir selbst nicht gelungen ist“, erzählte er. Mit seinem Wissen und seiner verbindlichen Art habe Hummel den Gemeinderat bei schwierigen Themen zusammengehalten. „Wenn der Stefan hier Bürgermeister wird, werde ich ihn beglückwünschen – aber Mering gratulieren“, sagte Schindele.

Kandler: „Bei dem besteht Gefahr, dass er besser wird als ich“

Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr stellte als Gastrednerin fest, dass die Kommunalpolitik kein Zuckerschlecken sei. Dafür wünschte sie Hummel starke Nerven und eine feste Überzeugung. Sie lobte seine fachliche Expertise und sein Vorhaben, die Bürger bei allen Entscheidungen mitzunehmen.

Persönliche Worte richtete Kandler an seinen möglichen Nachfolger. „Man kann etwas gestalten – zusammen oder auch gegen den Gemeinderat“, berichtete er aus eigener Erfahrung. Es gelte jedoch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu kennen. Diese Kenntnisse bringe Stefan Hummel mit. Zunächst entscheide bei der Wahl jedoch vor allem die Sympathie. Und auch hier sei Hummel mit seiner freundlichen Art der Richtige. „Bei dem besteht noch die Gefahr, dass er besser wird als ich. Aber für Mering wünsch ich’s mir“ fügte Kandler hinzu.

Berührt von der breiten Unterstützung ergriff Hummel schließlich selbst das Wort. Der gebürtige Bamberger ging auf seinen beruflichen Werdegang zunächst in der Münchner Verwaltung und seit fünf Jahren in verantwortlicher Position in Pöttmes ein. Doch er sprach auch über Privates. So dankte er seinem Mann Florian, der sichtbar mitfieberte, für seine Unterstützung. Er schilderte, wie er in Mering ein Zuhause gefunden habe und sich hier heimisch fühle. Eigentlich reiche es, sich drei Fakten über ihn einzuprägen: „Hummel wohnt in der Sommerstraße, Hummel ist Verwaltungsexperte und Hummel will ins Meringer Rathaus“, sagte er.

Stefan Hummel will eine Bürgerwerkstatt mit eigenem Etat

Sollte ihm das gelingen, hat der SPD-Kandidat sehr konkrete Vorstellungen. So will er die bereits angelaufenen Prozesse der Ortsgestaltung weiterführen. Dabei will er die Meringer stärker mit einbinden und eine Bürgerwerkstatt mit eigenem Etat als verbindliche Form der Bürgerbeteiligung einrichten. Auch umweltpolitisch hat er einen neuen Ansatz: Er sieht die Kommune in einer Vorbildfunktion beim Bauen, energetischen Sanieren und bei der Bewirtschaftung von Flächen.

Klare Aussagen traf Hummel zur Baupolitik. Er möchte Wohnraum für alle Bedürfnisse bieten. Daher spricht er sich trotz des problematischen Wachstums für die Ausweisung weiterer Baugebiete aus - neben einer gesteuerten Nachverdichtung und der Schaffung von eigenen Sozialwohnungen.

Dass er bisher noch nicht im Meringer Gemeinderat aktiv war, stellte Hummel abschließend gerade als seine Stärke heraus. Er bringe große Erfahrung in der Verwaltung mit ohne den Ballast aus jahrelanger Gremienarbeit. Er sei frei von jeglichen Abhängigkeiten. „Dieser neue unvoreingenommene Blick tut Mering gut“, sagte Hummel überzeugt.

Von den 19 anwesenden Stimmberechtigten bekam der strahlende Kandidat dafür ein klares „Ja“ und vom Ortsvorstand eine SPD-rote Trittleiter als sicheren Stand für einen, der hoch hinaus will, sowie einen Schirm für stürmische Zeiten.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: „SPD: Stefan Hummel will als Bürgermeister kandidieren“

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