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Kirchweihrallye

20.08.2018

Staubige Pisten und halbierte Autos

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Große Sprünge gehören zur Kirchweihrallye im Motodrom im Sielenbacher Ortsteil Raderstetten einfach dazu.
Bild: Gerlinde Drexler

Beim Autocross-Rennen des MC Sielenbach gibt es eine neue Rennklasse. Zuschauer erfahren im Motodrom in Raderstetten auch Neues über „Fernsehstar“ aus dem Ort.

Ein halbiertes Auto, leicht schräg gestellt und hinten mit einem dritten Rad bestückt – so sieht die neue Rennklasse „Dreirad“ aus, die zum ersten Mal beim Autocross des Motorclubs (MC) Sielenbach im Ortsteil Raderstetten an den Start ging. Die Dreiradfahrer schlugen sich erstaunlich wacker. Rund 2000 Zuschauer waren zur 39. Kirchweihrallye gekommen. Viele von ihnen hatten zuvor viel Fantasie in die Konstruktion bequemer Sitzgelegenheiten gesteckt.

Einen guten Überblick über das Motodrom hatte zum Beispiel Thomas Gastl aus Kissing. Er kam mit seinem Traktor, fuhr dessen Schaufel in die höchste Position, polsterte sie mit Sitzkissen aus und verfolgte von dort mit seinem Sohn ganz entspannt das Rennen.

Andere haben auf einem Anhänger ein Gestell festgeschweißt, an dem sie eine Markise befestigt haben. Auf einem umgebauten Wohnmobil ist ein Gerüst montiert, auf dem eine Couch steht. Markus Jungbauer aus Unterbernbach (Kühbach) und Monika Baumgartner aus Sielenbach haben einen Anhänger mithilfe eines Teppichbodens und dicker Kissen in eine Art Liegelandschaft verwandelt. Ihr gefalle die Atmosphäre bei der Kirchweihrallye, sagt Baumgartner: „Es gibt sehr verschiedene lustige Sachen zu sehen und es ist für Alt und Jung super.“ Auch die viele Arbeit, die die Mitglieder des MC in den Umbau ihrer Fahrzeuge für die Rallye gesteckt haben, beeindruckt Baumgartner.

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Kirchweihrallye in Sielenbach-Raderstetten
Bild: Gerlinde Drexler

Rund 40 Fahrzeuge starten – nach PS eingeteilt – in mehreren Rennen mit jeweils zwei Durchgängen. Relativ erträglich sind noch die Staubwolken bei dem Rennen mit Fahrzeugen der Klasse bis 60 PS. Sprecher Werner Stadlmaier kündigt an: „Sobald mal die Autos mit 100 PS fahren, geht es schon anders zu.“ Bereits in einem der ersten Rennen kann Stadlmaier ein Novum verkünden: Einer der Fahrer kam etwas von der Strecke ab und beschädigte dabei das Kabel der Sicherheitsampeln. „Wir versuchen, das schnell zu reparieren“, lässt der Sprecher die Zuschauer wissen. Die Ampeln dienen der Sicherheit auf der Strecke. Bleibt ein Auto liegen, schalten sie auf Rot und das Rennen kommt zum Stehen, bis das Hindernis beseitigt ist.

Die Wartezeit überbrückt Stadlmaier mit Neuigkeiten über Stephan Finkenzeller, den „Fernsehstar aus Raderstetten“. Der 40-Jährige ist einer der Kandidaten der RTL-Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“. Ab Oktober werden die Folgen ausgestrahlt.

Beim Autocross spielt diesmal ein Traktor mit Güllefass eine wichtige Rolle. Mussten sich die Fahrzeuge im vergangenen Jahr durch schweren, feuchten Boden kämpfen, ist er heuer staubtrocken.

Vor dem Rennen und zwischen den einzelnen Durchgängen wird deshalb die präparierte Rennstrecke über den abgeernteten Acker immer wieder gewässert.

Das hilft allerdings nur kurz, dann müssen alle Fahrer, die nicht in Führung liegen, wieder Staub schlucken.

Das Auto mit den meisten PS fährt in der Klasse der Heckler mit. 286 PS hat der BMW, den Richard Ankner fährt. Sprecher Stadlmaier ist gespannt, wie er sich schlagen wird. „Kraft allein ist es nicht“, stellt er am Ende des Rennens fest. Trotz der vielen PS hat Ankner es nicht an die Spitze geschafft.

Viel Gefühl brauchen die acht Fahrer, die in der neuen Klasse „Dreirad“ an den Start gehen. Einmal zu fest gebremst und schon kippt das Auto. Das Gleiche gilt für zu viel Gas. Insgesamt kommen die Fahrzeuge jedoch gut durch und Stadlmaier kann sich vorstellen, dass die halbierten Autos auch nächstes Jahr wieder dabei sein werden.

Bilder vom Event finden Sie hier

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