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Mering

07.03.2018

Steinbrecher zieht weg aus Mering

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Uwe Steinbrecher zieht mit seinem Geschäft von Mering nach Kissing. Damit endet eine fast 100-jährige Firmengeschichte in Mering. Nach zwei Insolvenzen startet Uwe Steinbrecher am neuen Standorot neu durch.
Bild: Eva Weizenegger

 In Kissing sieht der Firmenchef neue Perspektiven. Es gibt viele Gründe für den Unternehmer, warum er die Marktgemeinde bis zum 5. April verlässt.

 Sport Steinbrecher, das war aus der Geschäftswelt der Marktgemeinde nicht wegzudenken. Nun zieht Geschäftsinhaber Uwe Steinbrecher von Mering nach Kissing. Am Donnerstag, 5. April, wird er sein neues Unternehmen in der Bahnhofsallee 2 eröffnen.

Nach der Insolvenz des bisherigen Intersportgeschäfts (wir berichteten), hatte Steinbrecher noch im ersten Stock in der Münchner Straße in Mering verschiedene Sportartikel für den Vereinssport sowie den Skiservice aufrechterhalten. „Doch die Zeit drängt, wir müssen dort umziehen und in Mering fand ich keine geeigneten Räume“, sagt Steinbrecher.

Er selbst geht aus Mering mit einem lachenden und einen weinenden Auge. „Ich hatte hier einfach keine Perspektive, weil es kein Ladengeschäft gab, das von der Größe her passend war“, sagt er.

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Uwe Steinbrecher ist gebürtiger Meringer und weiß, um die Geschichte seines Unternehmens. Vor über 90 Jahren wurde das Geschäft von Benedikt Steinbrecher gegründet und wurde über die Grenzen der Marktgemeinde zu einem führenden Sportfachgeschäft. War es anfangs nur ein kleines Ladenlokal in der Bürgermeister-Wohlgeschaffen-Straße wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Neubau des Geschäftshauses an der Münchner Straße von dessen Sohn Peter und seiner Frau Agnes weiter vorangetrieben. Selbstgefertigte Schuhe und später auch verschiedene maschinell produzierte Fabrikate wurden in dem Schuhfachgeschäft angeboten.

Ein Blick in die Firmengeschichte zeigt, dass 1969 wurde auf Initiative von Peter Steinbrecher jun. dem Schuhfachgeschäft eine Sportabteilung angegliedert wurde. Da der heutige Seniorchef schon immer ein passionierte Skifahrer war, wurde unter seiner Regie auch die Skischule Mering gegründet und diese Sportabteilung weiter ausgebaut. Mitte der 1990er Jahre entstand auf 800 Quadratmeter ein Intersport-Fachgeschäft, das 2013 nochmals vollständig auf zwei Etagen ausgebaut wurde.

Schwer zu leiden hatte das Geschäft vor allem durch den viergleisigen Bahnausbau sowie einige Jahre später durch die Sanierung der Brücke an der Münchner Straße. Über Monate hinweg war das Geschäft nur über Umwege zu erreichen. Dann kamen noch einige milde Winter dazu und die Warenbestände wurden nicht abverkauft. Zudem wuchs die Konkurrenz durch weitere Sportartikelanbieter in der näheren Umgebung und über den Onlinehandel. Zweimal versuchte Steinbrecher die Insolvenz abzuwenden, doch der letzte Versuch scheiterte.

Nun will Uwe Steinbrecher in Kissing einen Neuanfang wagen. „Unter dem Titel Teamsport Steinbrecher werden wir unser Angebot für Vereinssport, mit Sportausrüstung und Beflockung der Trainingsanzüge aufrechterhalten“, sagt Steinbrecher. Zudem werde es weiterhin den Skiservice und auch Wintersportartikel gegeben. „Wir setzen auf individuelle Beratung gerade bei der Skischuhanpassung oder auch bei der Wahl der Skiausrüstung“, sagt Steinbrecher.

Er war 25 Jahre aktiv im Vorstand des Meringer Gewerbeverbands „Mering Aktuell“. Sein Amt als Vorsitzender legt er bis Ende März nieder, da er nicht mehr in Mering wohnt und dort kein Unternehmen hat. „Bei der nächsten Jahreshauptversammlung wird ohnehin neu gewählt“, sagt Steinbrecher. Als weiteres Angebot wird es auch in Kissing wieder saisonale Sportartikel geben, die Steinbrecher zu Outlet-Preisen anbieten will. Darüber hinaus baut er sein Online-Angebot aus. Künftig stellt er jeden Verein einen speziell auf seine Bedürfnisse ausgerichteten Online-Shop zur Verfügung, der über die Vereinshomepage mit Teamsport Steinbrecher verbunden ist. „Damit werden vor allem auch die Trainer entlastet, die für die Bestellung der Mannschaftstrikots und Trainingsanzüge meist verantwortlich waren“, erklärt Steinbrecher.

Ein wesentlicher Grund für den Umzug war das gute Umfeld, das er im Bereich der Bahnhofsallee in Kissing vorfindet. „Hier gibt es viele verschiedene Geschäfte auf engstem Raum und genügend Parkplätze“, sagt Steinbrecher. Er hofft, von dieser für ihn optimalen Lage, zu profitieren und wird ab 5. April mit Teamsport Steinbrecher in die Räume zwischen Sparkassenfiliale und Drogeriemarkt ziehen.

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