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Bürgerversammlung

03.12.2019

Steindorf hat die 1000er-Marke geknackt

In Steindorf wird sich im kommenden Jahr einiges tun. Bürgermeister Paul Wecker berichtet über anstehende Projekte. Foto: Edigna Menhard

Auch die kleinste Gemeinde im Kreis wächst. Und es tut sich einiges: Bürgerhaus, Neubaugebiete und Feuerwehrhaus

Die Gemeinde Steindorf will im kommenden Jahr mit dem Bau des Feuerwehrhauses beginnen und sich für den Standort eines neuen Bürgerhauses entscheiden. Über diese und weitere Vorhaben informierte Bürgermeister Paul Wecker bei der mit rund 80 Zuhörern gut besuchten Bürgerversammlung.

lBaugebiete Bei der Einwohnerzahl hat Steindorf die 1000er-Marke geknackt: 1001 Bürger leben derzeit in Eresried, Hausen, Hofhegnenberg und Steindorf. Die vier Orte seien moderat gewachsen und das solle in dieser Größenordnung auch so bleiben. „Wir möchten keine großen neuen Siedlungen ausweisen. Aber die nachwachsenden Generationen sollen die Möglichkeit haben, sich hier anzusiedeln“, verspricht Wecker und informiert über die Baugebiete: In Steindorf-Nord sind bereits alle Plätze veräußert. Wenn es die Wetterlage zulässt, werden noch im Dezember die Straßen asphaltiert. Steindorf-Ost wird als Nächstes angegangen: Der Bebauungsplan soll 2020 fertig werden, die Bebauung vermutlich 2021 erfolgen. Auf die Frage aus dem Publikum, ob auch in Eresried Bauplätze ausgewiesen werden, versprach Paul Wecker, dass man sich in der nächsten Gemeinderatssitzung dem Thema annehmen werde.

Nachdem die vier Feuerwehren der Ortsteile zusammengelegt wurden, konnte man beginnen, das neue Feuerwehrhaus zu planen. Es soll in der Steindorfer Vorstattstraße, direkt am Ortsrand, gebaut werden. Erste Entwürfe der Architektin liegen bereits vor. Der Spatenstich soll möglichst im kommenden Jahr erfolgen. Außerdem möchte man in den nächsten Monaten die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs vorantreiben.

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lFahrdienst Die Gemeinde sucht gerade nach einem gebrauchten VW Crafter, Mercedes Sprinter oder einem ähnlichen Fahrzeug. Das will man etwa zum Transport von Senioren, Kindergartenkindern oder Flüchtlingen einsetzen. „Erfreulicherweise haben sich schon acht Personen gemeldet, die den Fahrdienst übernehmen“, berichtet der Bürgermeister.

lBürgerzentrum In Steindorf sollen neue Räumlichkeiten für Vereine und Veranstaltungen geschaffen werden. Im kommenden Jahr soll der Standort dafür bestimmt werden. Hier habe man auch schon vom Planungsbüro OPLA eine Standortanalyse machen lassen. Überlegt wurde, ob an das bestehende Gemeindezentrum angebaut werden soll oder ob ein Standort am Ortsrand Richtung Hofhegnenberg besser geeignet sei. Bei letzterer Variante könne man Bürgerhaus und Feuerwehr kombinieren und eventuell ein Baugebiet integrieren. Das Ergebnis der Analyse: Der Anbau an das Gemeindezentrum ist die beste Variante. Das gelte es nun zu diskutieren, so Paul Wecker.

2020 stehen auch die Planung und Gestaltung von Straßenbaumaßnahmen an, vor allem der Kreisstraße AIC 18 von Steindorf nach Eresried. Hier schaltete sich ein Bürger ein: Der Verkehr werde immer mehr. Man müsse aufpassen, dass man nicht über den Haufen gefahren werde. Bürgermeister Wecker konnte beschwichtigen: Es seien bereits Vorarbeiten für die Sanierung der AIC 18 durchgeführt worden. Man wolle auf einer Seite einen Gehsteig bauen. Der Landkreis stelle dafür Mittel ab 2021 bereit, weshalb die Gemeinde im kommenden Jahr die Planung auf den Weg bringen müsse.

lFriedhof Die Nachfrage nach Urnenplätzen nimmt zu. Vermutlich werde man zwei Möglichkeiten anbieten: Einzelplätze mit Stele sowie Familiengräber mit mittiger Stele und vier Urnenplätzen. Neuigkeiten gibt es auch für den Friedhof in Hausen, dessen Aufgang umgestaltet werden soll.

lBauhof Mitte September konnte der Bauhof mit einem Fest eingeweiht werden. Man habe dabei einen Erlös von 1320 Euro erwirtschaftet, der an die DKMS überwiesen wird. Um die Organisation weiter zu unterstützen, ist eine Typisierungsaktion Anfang Januar geplant.

lHochwasserschutz Vor einigen Monaten beendete die Gemeinde die Arbeiten am Hochwasserschutz. Um etwas für die Natur zu tun, wurde am Damm eine Wiese angesät. Derzeit überlegt man, ob das auch auf weiteren gemeindlichen Flächen erfolgen soll.

lBürgerpflichten Abschließend hatte der Bürgermeister auch noch Bitten an die Einwohner: Sie sollten ihre Gehölze am Gehweg zurückschneiden, damit Müllabfuhr und Winterdienst ungestört durchfahren könnten. Das gelte auch für parkende Autos auf schmäleren Straßen. Vier Meter Platz seien erforderlich. Wenn möglich solle man Fahrzeuge auf Privatgrundstücken unterbringen. An Hundebesitzer richtete er den Appell, ihre Lieblinge an der Leine zu führen und deren Hinterlassenschaften zu beseitigen.

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