1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Steindorf ist bereit für ein Bürgerzentrum

Planung

28.10.2018

Steindorf ist bereit für ein Bürgerzentrum

Wie soll sich Steindorf entwickeln? Das Planungsbüro OPLA hat dazu ein Konzept vorgestellt.
Bild: Brigitte Glas

Ein Planungsbüro stellt ein Konzept vor, um die Gemeinde weiter zu entwickeln. Es enthält Möglichkeiten, den Ort attraktiver zu gestalten.

Soziales Dorfleben, Landschaftsgestaltung, Infrastruktur und ein Bürgerzentrum gehören zu den wichtigsten Themen des Gemeindeentwicklungskonzepts (GEK). In Steindorf nimmt das konkrete Formen an. Die Bürogemeinschaft für Ortsplanung und Stadtentwicklung (OPLA) hat sich um ein Gemeindeentwicklungskonzept gekümmert und ihre Ergebnisse bei einer Versammlung den Steindorfern vorgestellt. Im Frühjahr wird es eine Endfassung des Konzeptes geben.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

In verschiedenen Arbeitskreisen wurden die Themen besprochen. Als Erstes stellte das Büro eine Bestandsbewertung des Ortsbildes und des Straßenbaus vor. Für die Projektleitung war Ilka Siebeneicher zuständig. Um die Ortsbilder aufzuwerten, schlägt das Büro vor, an bestimmten Stellen Grünflächen zu schaffen. Im Ortsteil Eresried habe die Kirche beispielsweise keinen Vorbereich. Der Vorschlag wäre einen grünen Eingangsbereich zu schaffen, der auch zu einer kurzen Pause einlädt. Siebeneicher sprach hier von der Idee, Bäume zu pflanzen und eine Bank aufzustellen.

Hochwasserschutz ist ein wichtiges Thema in Steindorf

Auch der Hochwasserschutz sei ein wichtiges Thema. Dazu hatte das Büro auch einige Möglichkeiten aufgezeigt, beispielsweise den Bach abflachen oder kleine Überschwemmungsbereiche zu schaffen. Ein weiteres Thema sei die Naherholung. Es gebe es viele Möglichkeiten, mit der Natur im Einklang die Bäche, Flüsse und den Schlossgarten für Familien und Besucher attraktiv zu gestalten. Ein Problem jedoch stellt der Nahverkehr da. Für alle drei Betriebe AVV, MVV oder LVG stelle Steindorf nur eine Randlage dar. Die Anbindungen seien schlecht und die Gültigkeit der Tickets unklar. Das müsse mit den Betrieben besprochen werden. Die Verkehrssicherheit stellte sich auch als ein schwieriges Thema heraus. Durch die verengten Straßen würden die Autos zwar etwas ausgebremst, aber noch nicht gut genug. Außerdem gebe es in manchen Bereichen keine Fußgängerwege. In Hofhegnenberg sei die Verkehrssicherheit und Straßengestaltung am wichtigsten. Der Weg der Schulkinder zur Haltestelle sei sehr gefährlich. Ein Fußweg abseits der Straßen wäre eine gute Maßnahme.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Für jeden Ortsteil wurde eine Karte mit den Themen und den Vorschlägen für Siedlungserweiterungen, Gestaltungsmöglichkeiten und Verkehrssicherheitsmaßnahmen gestaltet. Die sind im Gemeindehaus einzusehen, und für weitere Informationen und die detaillierte Fassung der Ergebnisse des Büros steht Bürgermeister Paul Wecker zur Verfügung.

Bürgerzentrum in Steindorf als Treffpunkt für Vereine

Ein großes Anliegen der Gemeindemitglieder ist, ein gemeinsames Bürgerzentrum zu schaffen – der Wunsch nach einer Dorfmitte und einen Treffpunkt für die verschiedenen Vereine. Das Bürgerzentrum könnte mehr Platz für Lagerräume und Veranstaltungen bieten. Friederike John hatte die Leitung des Projekts Bürgerzentrum übernommen. Ein neues Gebäude für die freiwillige Feuerwehr wurde auch vorgeschlagen. Die Idee ist es, drei der Feuerwehren zusammenzulegen und in ein Gebäude in Steindorf zu verlagern.

Nachdem die Ergebnisse und Maßnahmen vorgestellt worden waren, sprach Andreas Pardun vom Amt für ländliche Entwicklung Schwaben. Er stellte eine Fördermöglichkeit für das Bürgerzentrum vor: Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) würde nach einem geprüften Verfahren mit Einsatz von EU-Mitteln Steindorf helfen können. Es werden bestimmte Punkte vergeben und dadurch ergibt sich eine Rankingliste. Pardun hält die Chancen für gut. „Wichtig wäre es, dass Thema Bürgerzentrum weiterzuentwickeln und dann Gas geben“, sagte er. Bürgermeister Wecker ist zuversichtlich und möchte sich vor 2020 noch bewerben, wenn die Laufzeit endet. Nach der Bestätigung muss innerhalb eines Jahres der Bau angefangen werden. Für Wecker steht das Bürgerzentrum jetzt an erster Stelle. Er favorisiert bereits einen Standort. Wecker würde gerne das Rathaus erweitern und somit in der Ortsmitte einen Platz für alle Bürger zu schaffen.

Nun heißt es aus der vorgegebenen Auswahl einen festen Standort zu wählen. Dann kann eine Anforderungsliste für das Bürgerzentrum erstellt und ein Raumprogramm entwickelt werden. Danach müsste ein Architekt mit der Planung beauftragt werden. Nach diesen Schritten kann sich Steindorf für ELER bewerben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren