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Friedberg

19.01.2021

Streit um Lärm am Schlossspielplatz beschäftigt Friedberg weiter

Die Stadt Friedberg hat am Spielplatz im Schlosspark Schilder, die zur Rücksichtnahme auffordern, aufgestellt. Nachbarn verschanzen sich derweil hinter Planen. 
Foto: Ute Krogull

Plus Seit Monaten schwelt ein Streit zwischen Nachbarn und Stadtverwaltung wegen Ruhestörungen am Schlossspielplatz in Friedberg. Nun schaltet sich der Stadtrat ein.

Nachbarn des neuen Spielplatzes im Friedberger Schlosspark, die im Sommer und Herbst unter Lärm und anderweitiger Belästigung litten, hatten sich außer an den Bürgerbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung auch an die Fraktionen des Friedberger Stadtrates gewandt. Diese haben mittlerweile geantwortet. Sie schlagen nun eine Videokonferenz vor, bei der die Nachbarn ihre Beschwerden vortragen können.

Spielplatz in Friedberg: Bayerischer Bürgerbeauftragter ist eingeschaltet

Das Schreiben an die Anwohner ist im Namen der Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger, ÖDP), Thomas Kleist (CSU, FDP), Claudia Eser-Schuberth (Grüne) und Ulrike Sasse-Feile (SPD) abgefasst. Rockelmann schreibt im Namen aller: "Einheitlich besteht die Meinung, dass miteinander reden und die Suche nach einem Kompromiss sicher der bessere Weg ist." Wie berichtet, fordern die Anwohner eine Reihe lärmmindernder Maßnahmen, etwa verringerte Öffnungszeiten und Verbesserungen bei der Rutsche. Sie hatten einen Runden Tisch vorgeschlagen, eventuell moderiert vom Bayerischen Bürgerbeauftragten, dem CSU-Landtagsabgeordneten Michael Hofmann.

Wie die Fraktionschefs in ihrem gemeinsamen Schreiben darlegen, bedeute ein Runder Tisch, dass alle Beteiligten - Behörde, Gutachter und Rechtsberater beider Seiten - zusammen beraten. Dies sei allerdings schwierig umzusetzen und liege auch nicht in der Zuständigkeit der Fraktionen, so die Fraktionschefs, die aber betonen: "Gerne hören wir, die Fraktionsvorsitzenden, uns Ihr Anliegen und Ihre Standpunkte an. Wir können dies dann in unsere jeweilige Fraktion einbringen." Sie schlagen dafür angesichts der Corona-Pandemie eine Videokonferenz vor.

Der Spielplatz im Friedberger Schlosspark liegt nah an Wohnbebauung.
Foto: Ute Krogull

Die beteiligten Fraktionen decken den größten Teil des Friedberger Stadtrates ab. Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) hatte in den vergangenen Wochen einer erneuten Diskussion mit den Anwohnern eine Absage erteilt, da seiner Meinung nach alle Argumente ausgetauscht seien und die Stadtverwaltung bereits Maßnahmen in die Wege geleitet habe. Außerdem sieht er nach zwei Schreiben von Rechtsanwälten der Nachbarn eine Verlagerung auf die juristische Ebene.

Friedberger Spielplatz: Eichmann will mit Nachbarn nicht erneut diskutieren

Nun fordert mit der SPD auch seine eigene Partei ein Gespräch. Der Fraktionsvorsitzenden Sasse-Feile ist die Lage vor Ort bestens bekannt; sie wohnt sehr nah an dem umstrittenen Spielplatz. Auch der Bayerische Bürgerbeauftragte hatte gegenüber unserer Redaktion einen Austausch in halbformellem Rahmen vorgeschlagen. Er warnt allerdings davor, dass Thema zu einem parteipolitischen zu machen.

Anmerkung der Redaktion: Auch die Freien Wähler Friedberg, die an dem Schreiben der Fraktionsvorsitzenden an die Anlieger nicht beteiligt waren, haben sich nun zu Wort gemeldet. Sie seien ebenfalls gesprächsbereit und wollen versuchen, den Streit beizulegen.

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