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Justiz

01.06.2015

Streit um den Lohn endet vor Gericht

Ein Mitarbeiter verursacht bei seinem früheren Arbeitgeber einen hohen Schaden

Weil er von seinem Ex-Chef den Resturlaub nicht ausbezahlt bekommen hatte, randalierte ein Mitarbeiter der Fleischverarbeitungsfirma in der Lagerhalle des Betriebs. Dies bescherte dem Mann einen Besuch im Amtsgericht Aichach und eine Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro.

Es war am frühen Morgen, als der Angeklagte seinen ehemaligen Arbeitgeber aus dem südlichen Landkreis aufsuchte, um das ihm ausstehende Geld für den Resturlaub ausbezahlt zu bekommen. Seine vorherigen Versuche, das Geld zu erhalten, waren laut eigenen Angaben erfolglos geblieben. Weil weder der Leiter noch der Buchhalter an diesem Tag anwesend waren, verweigerte ein Stellvertreter des Chefs ihm seinen Wunsch, das Geld in bar auf die Hand zu bekommen. Stattdessen versicherte man ihm, den Betrag auf sein Konto zu überweisen. Es entbrannte eine längere Diskussion. Der Angeklagte schlug daraufhin mit einer Dönerspießstange ein Fenster ein. Anschließend warf er Dönerspieße und mehrere Aufbewahrungskisten mit Fleisch auf den Boden. Laut dem Dönerhersteller handelte es sich dabei um circa zwei Tonnen nicht mehr verwertbarer Lebensmittel. Nach dem Angeklagten seien es „lediglich“ 250 Kilo gewesen. Für die kaputte Fensterscheibe und mindestens 250 Kilo unbrauchbares Fleisch entstand laut Gericht ein Gesamtschaden von mehreren Tausend Euro.

Das hätte sich auch anders regeln lassen

Ein Konflikt, den man in den Augen von Richter Walter Hell auch ohne eine Straftat hätte lösen können. Der ehemalige Mitarbeiter wurde wegen Sachbeschädigung schuldig gesprochen.

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