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Mering

15.01.2019

Süßes Angebot in der Meringer Tafel beruhigt die Gemüter

Einmal monatlich lädt das Team des Tafelcafés um Antonia Rottenkolber (Mitte) die Tafelkunden zu Kaffee und Kuchen im passenden Ambiente ein.
Bild: Heike John

Antonia Rottenkolber und ihr Team bieten einen neuen Service an. Jetzt stehen die Kunden sogar gerne bei der Meringer Tafel an.

Jeden Dienstag kommen rund 90 Menschen verschiedener Nationalitäten aus Mering und Umgebung zur Meringer
Tafel. Es sind Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen, allen gemeinsam ist jedoch, dass bei ihnen das Geld knapp ist. Auch wenn der Kundenandrang mit Hilfe eines Farbleitsystems auf die vierstündigen Öffnungszeiten verteilt wird, kann es zu Wartezeiten kommen. Einmal im Monat hält sich die Ungeduld der Tafelkunden in Grenzen. Denn immer am letzten Dienstag im Monat öffnet das Tafelcafé und das Anstehen nach Ware lässt sich gemütlich mit einer Tasse Kaffee und einem Stück frisch gebackenen Kuchen überbrücken.

Eine neue Idee in Mering

Die Idee dazu hatte Antonia Rottenkolber im März vergangenen Jahres. „Als neues Mitglied im Meringer Pfarrgemeinderat machte ich mir Gedanken, in welcher Art ich mich sinnvoll einbringen könnte“, erzählt sie. „Da mir das Soziale besonders am Herzen liegt, kam mir die Idee, ein Tafel-Café ins Leben zu rufen.“

Tafelleiterin Ingrid Engstle und die andere Tafelmitarbeiter mussten nicht lange davon überzeugt werden. Seitdem wird immer einmal im Monat im Vorraum zur Warenausgabe ein Kuchenbuffet aufgebaut und drei Bistrotische schön gedeckt. „Freunde und Familienmitglieder, die sich auch gerne sozial engagieren möchten, doch nicht viel Zeit aufbringen können, backen seitdem Kuchen für die Aktion“, freut sich die Initiatorin. Auf die Kunden wartet nicht nur eine Auswahl verschiedenster Kuchen, sondern vor allem auch ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. „Plötzlich sieht man vieles in einem anderen Licht und eigene Sorgen werden verschwindend klein“, hat Antonia Rottenkolber festgestellt.

Die Meringer Tafelkunden genießen das neue Angebot

Das süße Angebot beruhigt auch mal die Gemüter, wenn die Warteschlange lang ist und manch einer das Gefühl hat, ein anderer komme schneller dran. Für alle drei Tische spendet Petras Blumenstadl jeden Monat auch einen kleinen Blumenschmuck. Einige dekorative Kaffeebilder an der Wand machen das stilvolle Ambiente komplett.

„Die Tafelkunden genießen unser Angebot sehr und wir müssen immer wieder versichern, dass es umsonst ist“, hat das Team um Antonia Rottenkolber festgestellt. Hier bekomme sie wieder ihre Würde zurück, sagte unlängst eine Kundin. Denn für manche bedeutet der Gang zur Tafel eine große Hürde. Zur Helferrunde, die sich die Einsatzstunden von 11 bis 15.30 Uhr teilt, gehören auch Rita Mielke, Silke Fleischmann, Martina Rohrmann und Edith Römisch. Gerne packen sie einem Kunden auch noch ein Stück Kuchen für den Nachmittagskaffee zuhause ein. Wenn unten im Hof vor dem Gebäude wieder das Schild „Heute Tafel-Café“ steht, dann freuen sich viele ganz besonders auf ihren Gang zur Tafel.

Am Dienstag 29. Januar ist es wieder soweit und Antonia Rottenkolber und das gesamte Kaffeeteam begrüßen die Tafelkunden wieder mit einer Auswahl selbst gebackener Kuchen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Meringer Tafel startet in den neuen Räumen

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