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Orgelweihe in Kissing

18.10.2009

Technisch solide und klangschön

Die Kissinger St.-Bernhard-Kirche hat eine neue Orgel bekommen. Mit der Weihe durch den ehemaligen Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz am Kirchweihsonntag ist diese jetzt offiziell in Betrieb genommen worden. Dammertz feierte mit Pater Werner Pfundstein und zahlreichen anderen Geistlichen vor den Kissinger Gläubigen und den Fahnenabordnungen der Vereine ein Pontifikalamt. Zum Klang der neuen Orgel sang der Kirchenchor die Missa brevis in G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart.

Die Kissinger Josefsorgel sei die größte im Wittelsbacher Land, meinte Landrat Christian Knauer, sehr gerne habe er die Schirmherrschaft dafür übernommen. Pater Werner Pfundstein bedankte sich bei allen Spendern und Helfern, die den Einbau der Orgel ermöglicht hatten, allen voran Oliver Kosel, Mesner von St. Bernhard und zugleich Vorsitzender des Orgelkuratoriums.

"Es war für mich und meine Belegschaft eine sehr schöne und verantwortungsvolle Aufgabe", sagte der Kissinger Orgelbaumeister Andreas Offner, der die Orgel auf den neuesten Stand gebracht und eingebaut hatte. Das Pfeifenwerk und die Windladen wurden überholt und der Spieltisch komplett neu gebaut. Nach 52 Jahren ihres Bestehens bekam St. Bernhard eine richtige Pfeifenorgel.

Ganz neu ist sie nicht, das wäre viel zu teuer gekommen. Die Kirche St. Josef in Augsburg-Oberhausen musste geschlossen werden, da die Zahl der Gottesdienstbesucher stark abgenommen hatte. Diese unerfreuliche Tatsache hatte für Kissing eine gute Seite. Die hochwertige Pfeifenorgel aus Augsburg passt vom Klang her und auch optisch in die Kissinger Kirche. Die Kosten für die gebrauchte Orgel beliefen sich immer noch auf über 100 000 Euro, die die Pfarrei alleine tragen muss.

Die Kissinger feierten ihre Orgel noch den ganzen Tag mit einem großen Fest im Dr.-Josef-Zimmermann-Haus. Zum Abschluss der Feierlichkeiten gab Pater Stephan Kling OPraem ein Orgelkonzert . Dieser lobte die Josefsorgel als "technisch solid konstruiertes und klangschönes Zeugnis des Orgelbaus der 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts". Sie bereichere den großen Kirchenraum von St. Bernhard musikalisch und durchaus auch optisch.

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