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Vorbescheid

11.02.2015

„Therapie“ für den Meringer Bauausschuss

„Wir wissen doch alle, dass es niemals einen Plan geben wird.“Bürgermeister Hans-Dieter Kandler

Bürger will Wohnhaus in der Kreuzeckstraße abreißen und fragt an, welche Nutzung ihm künftig möglich ist

Als „Beschäftigungstherapie“ für den Bauausschuss bezeichnete Bürgermeister Hans-Dieter Kandler die Beratung über einen Vorbeischeid für einen Neubau eines Bürgers in der Meringer Kreuzeckstraße am Montagabend.

Der Bürger hat vor, sein bestehendes Wohngebäude abzureißen und stattdessen entweder wieder ein Wohnhaus, ein Fitnesscenter, eine Schank- und Speisenwirtschaft oder aber auch ein Bürogebäude zu erstellen. Grundsätzlich wollte der Bürger nun wissen, ob diese Pläne überhaupt möglich sind und stellte dazu dem Bauausschuss drei Fragen. „Und nur über diese drei Fragen müssen wir hier diskutieren“, sagte Kandler. Der Anwohner in der Meringer Kreuzeckstraße ist dem Gremium bestens bekannt und fordert seit Jahren den Durchstich der Straße. „Doch hier geht es nicht um die ewige Debatte“, mahnte Kandler.

Die Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen waren sich schnell einig, dass soweit das Vorhaben dem Bebauungsplan entspricht, es keine Einwände gibt. Zunächst diskutierten aber Kandler und Klaus Becker (Grüne) darüber, ob die von Hand angefertigten Pläne maßstabsgetreu sind. Becker plädierte für eine Zustimmung der Voranfrage. Götz E. Brinkmann (SPD/parteifrei) sprang Becker zur Seite und sagte: „Ich denke, wenn hier steht, dass er sich an die Höhe halten will, sollten wir das als Vorbescheid auch so gelten lassen und nicht so päpstlich sein.“ Schließlich werde ja dann im Rahmen des Bauantrages, ein exakter Plan eingereicht. „Wir wissen doch alle, dass es niemals einen Plan geben wird“, machte Kandler deutlich.

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Auch dass der Bauherr die notwendigen Stellplätze über eine Tiefgarage nachweisen will, sei grundsätzlich zulässig.

Da es sich bei der Kreuzeckstraße um ein allgemeines Wohngebiet handelt sind, so erklärte Armin Neumair vom Bauamt, Wohngebäude sowie der Versorgung des Gebiets dienende Läden, Schank- und Speisewirtschaften und auch nicht störende Handwerksbetriebe zulässig. Zudem dürfen Anlagen für kulturelle, sozial, kirchliche, gesundheitliche und sportliche Zwecke errichtet werden.

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