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Mering

22.06.2017

Trachtentänze stehen in Ambérieu hoch im Kurs

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Bayerisches Brauchtum des Meringer Trachtenevereins zusammen mit der Feuerwehrkapelle ist wieder als Stimmungsmacher beim Stadtfest in Ambérieu gefragt
Bild: Heike John

Noch vor dem offiziellen Besuch der deutsch-französischen Städtepartnerschaft im Herbst reist die Feuerwehrkapelle mit einigen Trachtlern zum Stadtfest.

Das traditionellen Bierfest in Ambérieu ist erst im kommenden Jahr und der im wechselnden Turnus gepflegte jährliche Besuch der Partnergemeinden findet übers erste Oktoberwochenende statt. Dennoch steht schon ein Besuch der Meringer in Frankreich an. Außerplanmäßig machen sich Ende dieses Monats einige Mitglieder des Heimat- und Volkstrachtenvereins Almarausch zusammen mit Musikern der Feuerwehrkapelle zu einer Wochenend-Stippvisite in die Partnerstadt auf.

Als besonders eng verbundene Freunde sind die beiden Vereine von Freitag, 30. Juni, bis Sonntag, 2. Juli, zum Stadtfest unter dem Motto „Amberieu en fete 2017“ eingeladen. Wer einmal erlebt hat, für wie viel Stimmung die Trachtler und Feuerwehrmusiker bei den traditionellen Bierfesten in Ambérieu sorgen, kann die Einladung gut nachvollziehen.

Empfangen und beherbergt wird die rund 25-köpfige Meringer Delegation von ihren Freunden der Union Musicale. Laut dem französischsprachigen Programm handelt es sich um ein Stadtfest, das an die Zeit Napoleons anknüpft. Verbunden damit ist das 30-jährige Jubiläum des dortigen Eisenbahnmuseums. Geplant sind Umzüge durch die Stadt mit der Cavallerie und der französischen Nationalgarde sowie sämtlichen Vereinen aus Ambérieu und dem Umland. Es gibt eine Weinprobe, verschiedene Auftritte und Vorführungen, einen verkaufsoffenen Sonntag und abends einen Ball für die gesamte Bevölkerung samt Feuerwerk.

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„Wir lassen uns einfach überraschen, was auf uns zukommt“, sagt Stefan Nerlich, Dirigent der Feuerwehrkapelle. Mit in den Bus nach Ambérieu nehmen die rund 20 teilnehmenden Musiker ihre Instrumente und sämtliche Noten. Die bislang sieben zur Teilnahme angemeldeten Trachtler haben ihre Dirndl und Lederhosen eingepackt. Als Vertreter des Trachtenvereins Almarausch, der unlängst sein 105-jähriges Bestehen feierte, wollen sie zusammen mit den Feuerwehrmusikern gerne an verschiedenen Orten aufspielen und mit traditionellen Tänzen und Goaßlschnalzern zur Unterhaltung beim Fest beitragen.

Seine Teilnahme am dreitägigen Besuch zugesagt hat Merings zweiter Bürgermeister Florian Mayer. Er freut sich besonders auf Bürgermeister Daniel Fabre, bei dem er anlässlich seines Besuchs beim Bierfest vor zwei Jahren zu Gast war. Erstmals werden die Meringer auf den neuen Präsidenten des Partnerschaftskomitees auf französischer Seite treffen. Denn inzwischen hat Yves Dalmais den langjährigen Präsidenten Yves Pinon im Vorsitz abgelöst. Darüber wurde Merings Bürgermeister Hans Dieter Kandler vor einigen Wochen in einem persönlichen Schreiben von Bürgermeister Daniel Fabre informiert. Yves Dalmais ist für die Musiker aus Mering kein Fremder, denn er war der frühere Vorsitzende der Kapelle Union Musicale. Ein großer Vorteil bei der Pflege der bilateralen Beziehungen sind seine guten Deutschkenntnisse.

Die Meringer Delegation freut sich auf jeden Fall auf ihren Besuch in der Partnerstadt Ambérieu. Vielleicht ist auch der ein oder andere Kasten Bier mit im Gepäck. Ob das traditionelle Bierfest mit deutschem Bier im nächsten Jahr in der französischen Partnergemeinde überhaupt stattfinden kann, ist im Moment noch unsicher. „Die Sicherheitsauflagen werden immer größer, beklagen uns unsere französischen Freunde“, erklärt Nerlich.

Zu einem Treffen der Musikerfreunde wird es im nächsten Jahr aber auf jeden Fall kommen. „Wir planen für April ein Weinfest in der Meringer Mehrweckhalle, zu dem unsere französischen Partner herzlich eingeladen sind, verrät Nerlich.

Doch zunächst sind die Besuche der Mering in Ambérieu angesagt. Für die Fahrt der Gemeinde Mering von 29. September bis 1. Oktober in die französische Partnerstadt ist der Bus schon voll und es gibt laut Organisatorin Gabriele Bohne bereits eine Warteliste. Mit dabei in der knapp 60-köpfigen Gruppe sind auch 16 Schüler aus dem Meringer Gymnasium, die im vergangenen Jahr erstmals einen französischen Jugendlichen bei sich aufgenommen haben.

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