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Unglück

26.06.2017

Tragischer Unfall am Friedberger See

Großeinsatz für die Wasserwacht am Friedberger See. Doch obwohl die Rettungsmaßnahmen sofort begannen, starb ein 17-Jähriger nach einem Bade-unfall.

17-Jähriger stirbt beim Baden am Südufer. Wasserwacht und Badegäste sind nach 30 Sekunden schon im Einsatz und finden den Jugendlichen in sieben Metern Tiefe. Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen

Ein 17-jähriger Jugendlicher wollte am späten Freitagabend noch mit Freunden am Südufer des Friedberger Sees zu einer Insel schwimmen. Plötzlich war er untergegangen. Sofort wurden die Einsatzkräfte der Wasserwachtstation am See informiert, die nur 30 Sekunden nach Eingang der Meldung im Wasser waren. Trotz der schnell eingeleiteten Rettungsmaßnahmen starb der Jugendliche noch in der Nacht im Krankenhaus.

„Es war reiner Zufall, dass Mitglieder von uns dort eine private Geburtstagsparty gefeiert hatten“, berichtet Christoph Tränkner, Vorsitzender der Friedberger Wasserwacht. Er lobt vor allem das Engagement der Badegäste, die sofort eine Menschenkette gebildet hatten und im Flachwasserbereich nach dem Jugendlichen suchten. „Das ist wirklich nicht normal, was die Badegäste hier geleistet haben“, lobt Tränkner.

Von den Einsatzkräften der Wasserwacht, die dort Geburtstag feierten, waren auch zwei Mitglieder mit ihrer Tauchausrüstung im See. „Leider konnten alle Maßnahmen den Jugendlichen nicht mehr retten“, bedauert Tränkner. Dabei sei es wirklich der pure Zufall gewesen, dass um diese Uhrzeit die Station noch besetzt war.

Zwei Rettungstaucher machten sich umgehend auf die Suche nach dem Vermissten, parallel dazu wurde Wasserrettungsalarm ausgelöst und weitere Kräfte zur Unterstützung angefordert. Die Suche gestaltete sich aufgrund der Dämmerung und dem steil abfallenden Ufer als schwierig. „Er ist bei diesen schlechten Bedingungen, also trübes Wasser und Dämmerung, nach zwölf Minuten in sieben Metern Tiefe dennoch sehr schnell gefunden worden“, berichtet Tränkner. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 40, die Feuerwehr Friedberg, Rettungsdienst, Polizei sowie weitere Fahrzeuge der Wasserrettung aus dem Landkreis Aichach-Friedberg und Augsburg machten sich auf den Weg, um die Friedberger Wasserwacht zu unterstützen. Der 17-Jährige konnte aber nicht mehr gerettet werden, heißt es von der Polizei. Unter laufender Reanimation wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo er noch in der Nacht starb. Zwei Personen der Gruppe, die sich noch auf der Insel befanden, wurden vorsorglich mit Rettungsbrettern an Land gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Gründe für das Unglück zu klären. Ein Drittverschulden wird derzeit ausgeschlossen.

Christoph Tränkner will sich nicht darauf festlegen, was die Ursache für den tragischen Unfall des 17- Jährigen war. Grundsätzlich empfiehlt er Badegästen, am See besonders vorsichtig zu sein. „Das gilt für alle Badeseen und nicht speziell für Friedberg“, betont Tränkner. Die Wasserwacht verweist stets zu Beginn der Badesaison auf die geltenden Baderegeln. Dazu gehört unter anderem, niemals allein zu baden und sich ausreichend abzukühlen. Auch auf Alkohol und andere Rauschmittel sollte verzichtet werden, wenn man vorhat, zum Schwimmen zu gehen. Tränkner richtet sich auch an Eltern von kleinen Kindern: „Lassen Sie Ihre Kinder auch im Flachwasserbereich nicht aus den Augen.“ "Kommentar

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