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Ried

23.07.2018

Trauer in Ried um Pfarrer Michael Würth

Die Pfarreiengemeinschaft Ried trauert um Pfarrer Michael Würth, der am Samstag nach langer schwerer Krankheit gestorben ist.
Bild: Heike John

Fast 15 Jahre war der Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft tätig. Sein Glaube half ihm durch die schwere Krankheit

 Die Gemeinde Ried trauert um ihren Pfarrer Michael Würth, der am Samstag nach schwerer Krankheit verstorben ist. 15 Jahre war der aus Südbaden stammende Pfarrer für die Pfarreiengemeinschaft Baindlkirch-Mittelstetten-Ried zuständig.

Seine Auffassung zu seiner Berufung machten ihn besonders authentisch. Dazu gehörten das Annehmen seiner Krankheit sowie der offene Umgang damit. Fast bis zuletzt hielt er trotz großer gesundheitlicher Einschränkungen Gottesdienste in allen Kirchen seiner Gemeinde. Auch als Lehrer in der Grundschule war Pfarrer Würth tätig.

Seinen Dienst als Pfarrer und Leiter der Pfarreiengemeinschaft übernahm er zum 1. September 2003. Michael Würth wurde 1972 in Waldshut geboren und wuchs in der Nachbargemeinde Lauchringen auf. Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium trat er in das Priesterseminar Augsburg ein und begann das Theologiestudium in Augsburg und München. Dieses schloss er im Sommer 1997 mit der Erlangung des theologischen Diploms ab. Von 1997 bis 1999 war er Praktikant in der Stadtpfarrei Herz-Jesu in Pfersee. Nach der Priesterweihe am 2. Mai 1999 im Augsburger Dom durch Bischof Viktor Dammertz und der Primiz am 13. Mai 1999 in Lauchringen war er bis 2001 Stadtkaplan in St. Martin, Marktoberdorf, danach bis August 2003 Benefiziat in Oberstdorf.

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Eine Herzensangelegenheit war dem Verstorbenen die Pflege der überlieferten Liturgie. Auch außerhalb des Gottesdienstes trug er bei öffentlichen Terminen gerne die Soutane. Selbst im Urlaub lebte er seine Berufung und hielt auf Heimatbesuch im Schwarzwald täglich eine Frühmesse in der dortigen Pfarrkirche. „Ein Tag ohne Messe ist für mich ein verlorener Tag“, begründete der besonders auch für seine Redegewandtheit bekannte Pfarrer. Wertschätzung brachte auch Bürgermeister Erwin Gerstlacher dem Rieder Pfarrer entgegen. „Die Nachricht vom Tode unseres geschätzten Pfarrers Würth hat mich sehr getroffen“, sagte er. „Wenn das Ausmaß der Krankheit auch darauf schließen ließ, so macht das Endgültige doch sehr traurig. Viele Projekte, wie Hörmannsberg und Sirchenried und auch die Unterbringung unserer Asylbewerber im Pfarrhof war mit ihm unproblematisch zu besprechen. Es war mir auch immer eine Freude, ihn bei Vereinsveranstaltungen und Geburtstagen zu treffen. Auch persönlich hatte ich zu Ihm einen guten Kontakt“.

Totenrosenkränze sind am heutigen Dienstag und Mittwoch jeweils um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Baindlkirch. Dort findet am Donnerstag auch die Beerdigung statt.

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