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Friedberg

09.03.2018

Trio zeigt Spitzenleistung in Portugal

In ästhetischer Pose und mit akrobatischer Höchstleistung erreichte das Trio des TSV Friedberg – Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner – beim Maia Cup in Portugal den siebten Platz.
Bild: F. Piqueiro

Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner vom TSV Friedberg belegen beim Maia Cup den siebten Platz unter 40 Gruppen.

Die Sportakrobaten des TSV Friedberg sind ausgesprochen erfolgreich in die Saison gestartet. Zunächst belegten sie beim King-Edmund-Cup im englischen Bristol den tollen fünften Platz. Nun haben sie den nächsten internationalen Erfolg errungen. Die Leistungssportler belegten beim Maia Cup in Portugal den siebten Platz unter 40 Gruppen. Lucia Gaag, Emelie Brauchle und Laura Kirschner übertrafen in ihrer Altersklasse alle Erwartungen und hielten in der starken Konkurrenz des wohl größten Sportakrobatik-Turniers der Welt blendend mit.

Das portugiesische Maia, nahe der Großstadt Porto, kann sich rühmen, in einer besonders schönen Sporthalle diesen Wettkampf Jahr für Jahr so perfekt zu organisieren, dass er weltweit Beachtung findet und die Elite unter den Sportakrobaten magisch anzieht.

Ingesamt traten die Friedberger aus der Herzogstadt gegen 40 Trios an. Nur die besten zwölf durften am dritten Wettkampftag den Finalkampf bestreiten. Mit einem Finalplatz hatte Trainerin Nina Wente im Vorfeld nicht gerechnet. Sie sagte aber: „Meine drei Mädchen sind stark, sie sind zurecht nach ihrem deutschen Meistertitel in den Bundeskader berufen worden.“ Was den Maia Cup in dieser Hinsicht zusätzlich aufwertet: Hier starten vier Wochen vor der Weltmeisterschaft einige WM-Teilnehmer, weshalb ein Finalplatz wirklich schwer zu erreichen ist.

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Ein erstes Fünkchen Hoffnung, es ins Finale zu schaffen, wurde bei dem Friedberger Trio nach der Dynamic-Übung geweckt, welche am Freitag gezeigt wurde. Lucia, Emelie und Laura zeigten zwar eine nicht ganz perfekte Übung – ein choreografischer Stolperer schlich sich ein und der Schraubensalto geriet etwas weit nach hinten. Trotzdem gab es gute 25,75 Punkte vom Kampfgericht, was schlussendlich den neunten Platz bedeutete.

Motiviert traten die drei dann am Samstag in aller Früh mit ihrer ausdrucksstarken Balance-Übung an. Viele ihrer Fans verfolgten ihren Auftritt im Livestream zu Hause im Internet. Folglich fieberten die Fans im weit entfernten Friedberg stets mit. Wieder leistete sich das Trio einen kleinen choreografischen Fehler. Das brachte die Friedbergerinnen aber nicht aus dem Konzept. So turnte das Trio sehr sauber und erhielt dafür hohe 26,50 Punkte. Nachdem alle 40 Gruppen in der Altersklasse elf bis 16 Jahre ihre Übungen absolviert hatten, stand es dann tatsächlich fest: Finale für Lucia, Emelie und Laura. Nach den zwei geturnten Übungen konnten sie sich insgesamt als Achtplatzierte qualifizieren.

Die Freude war riesig, denn somit bestand die Möglichkeit, am Sonntag noch einmal die Balance-Übung zu turnen und zu beweisen, dass sie auch ohne kleine Fehler durch ihr Programm kommen konnten. Dies gelang ihnen dann auch mit Bravour: Die Final-Übung lief perfekt. Dem Kampfgericht blieben kaum Möglichkeiten, aus dieser Darbietung etwas abzuziehen. Mit dieser gelungenen Leistung arbeitete sich das Friedberger Team auf den siebten Platz vor und hatte sogar die gleiche Punktzahl wie die Sechstplatzierten vorzuweisen. Ein sensationeller Erfolg für Lucia, Emelie und Laura. An sie geht der besondere Glückwunsch der Turnabteilungsleiterin Sabine Walter, aber auch an Trainerin Nina Wente, heißt es im Verein.

Wente war einst selbst eine erfolgreiche Sportakrobatin. Inzwischen verstehe sie es, als bayerische Landestrainerin die Friedberger Sportakrobaten auf ein Leistungsniveau zu bringen, das es erlaubt, bei Events wie dem internationalen Maia Cup Erfolgserlebnisse zu feiern. Lucia, Emelie und Laura ruhen sich derweil nicht auf ihren Erfolgen auf. Ohne Pause ist das Trio bereits in der Vorbereitung für den nächsten Wettkampf. Bereits in zwei Wochen sind die Sportakrobaten wieder unterwegs, dieses Mal mit einer größeren Mannschaft: es geht zu einem Turnier nach Winterthur in die Schweiz.

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