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Mering

05.05.2019

Trommelwirbel zum Jubiläum der Meringer Feuerwehr

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Krönung des St.-Florian-Festtages war für die Freiwillige Feuerwehr Mering der Große Zapfenstreich, der dem zahlreich erschienenen Publikum eine berührende nächtliche Zeremonie bot.

Der Große Zapfenstreich ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen Freiwilligen Feuerwehr Mering. Sie ist jeden zweiten Tag im Einsatz.

Ein wenig Gänsehaut hatten manche Besucher, die zahlreich vom Kirchberg herab Zeuge eines außergewöhnlichen Szenarios wurden. Und dies lag nicht nur an der spätabendlichen nasskalten Witterung. Denn als Krönung des Festtages zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Mering spielte sich zwischen Schule, Rathaus, Kirche und Papst-Johannes-Haus im Fackelschein etwas Besonderes ab.

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„Großer Zapfenstreich Marsch“, erklang der Befehl des Zweiten Kommandanten Thomas Henl – und mit dem Marsch des „Yorck’schen Korps“ traten Feuerwehrkapelle und Spielmannszug mit weiteren Ausführenden vor Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und Feuerwehrkommandant Andreas Regau. Es folgte nach genau vorgeschriebenem Ablauf das in Deutschland höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr, das die Feuerwehr zu ihrem Jubiläum mit enormem Engagement einstudiert hatte.

Anfangs hieß es in Mering "Wasser marsch"

„Das geht wirklich unter die Haut“, bemerkte ein Zuschauer, als die Nationalhymne in der Stille der Nacht ertönte. Bis zuletzt war aufgrund des Regenwetters unklar, ob das feierliche halbstündige Szenario überhaupt stattfinden würde. Denn „Wasser marsch“ hieß es zunächst zum Festauftakt am Florianstag.

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Mit Regenschirmen und der kunstvoll bestickten Vereinsfahne in Folie zogen die Kameradinnen und Kameraden zur Feier ihres 150-jährigen Jubiläums in die St. Michaelskirche ein. Pfarrerin Carola Wagner, die zusammen mit Pfarrer Thomas Schwartz den ökumenischen Gottesdienst zelebrierte, blieb in der Festpredigt im Bild. Denn ums Wasser ging es auch in ihrer Geschichte von Gottvertrauen und dem Wirken Gottes durch die Menschen gemäß dem Leitspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Ob 2002 beim Elbhochwasser oder vor Ort bei Unfällen, Bränden und anderen Gefahren für Leib und Leben, die Meringer Wehr ist stets bereit zu helfen. Laut Statistik gibt es jeden zweiten Tag einen Einsatz.

„Dort wo Not ist, seid ihr da“, sagte Pfarrer Thomas Schwartz anerkennend. Viele Reihen uniformierter Feuerwehrler zeigten, dass einem bei der Meringer Feuerwehr in Sachen Ehrenamt nicht bange werden muss und viele Freiwillige für ihr Engagement „brennen“. Zum Gedenken an das 150-jährige Jubiläum segnete Pfarrer Schwartz ein neues Fahnenband, das von drei Festdamen zum Altar gebracht wurde. Musikalisch umrahmt wurde die Floriansmesse von der Empore herab durch die Feuerwehrkapelle unter Leitung von Stefan Nerlich. Sie feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen und ist landkreisweit die einzige Kapelle einer Feuerwehr. Ihr großer Einsatz dauert an diesem Festtag gut sechs Stunden.

250 Ehrengäste beim Festessen in Mering

Denn vor dem Auftritt beim Zapfenstreich galt es zunächst, 250 geladene Gäste in der Mehrzweckhalle beim Festessen zu unterhalten. Dort gab es viele lobende Worte für den Einsatz der Meringer Wehr, angefangen von Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, über Christian Happach als Vertreter der Feuerwehr-Kreisführung, Manfred Losinger als Landratsstellvertreter sowie eine Geschenkübergabe vom Feuerwehr-Patenverein Althegnenberg.

Die technische Entwicklung der Meringer Wehr von der Brandbekämpfung mit Eimerketten 1869 bis zu einem hoch technisierten Fuhrpark in heutiger Zeit wurde vom Meringer Kommandanten Andreas Regau und dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Felix Heine unterhaltsam in Wort und Bild präsentiert. Letzterer hat sich um das Gelingen der Jubiläumsfeierlichkeiten besonders verdient gemacht, denn er war es, der den Großen Zapfenstreich mit der Truppe und helfenden Gästen einstudierte. Zudem brillierte Felix Heine beim Trompetensolo.

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Jubiläum der Feuerwehr Mering
Bild: Heike John

Die nach dem Urteil des Publikums sehr gelungene ambitionierte Zeremonie zum Jubiläum war nach den Worten von Ehrenkommandant Robert Wankmüller auch als Dank an den scheidenden Bürgermeister Kandler gedacht. „Er hat uns in den vergangenen Jahren in allen unseren Belangen unterstützt.“ Höhepunkt sei der Bau des Feuerwehrhauses vor 15 Jahren gewesen. Dort wird es am 15. September anlässlich des Jubiläums einen Tag der offenen Tür geben.

Die Feierlichkeiten werden fortgesetzt mit dem Open-Air-Konzert am 20. Juli am Badanger. Eintrittskarten für den Auftritt der Bayern-3-Band sowie von DJ Tonic sind im Rathaus, bei der Raiffeisenbank und Farben Pfaller erhältlich.

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