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Bildung

05.08.2020

Trotz Corona ein vollwertiger Abschluss

Ein großes Banner am Schulgebäude der BOS Friedberg sandte erste Glückwünsche zum erfolgreichen Abschluss.
Bild: Hermine Scroggie

An der Beruflichen Oberschule in Friedberg erhalten fast 500 Absolventen ihr Zeugnis. Auch in Zeiten der Pandemie soll das nicht sang- und klanglos geschehen

Feiern in Zeiten der Corona-Pandemie, vor dieser Herausforderung standen dieses Jahr viele Schulen, die ihre Absolventinnen und Absolventen nicht einfach nur sang- und klanglos verabschieden wollten. Aber wie kann man das bewerkstelligen, wenn die gegenwärtige Lage jeden Tag von Neuem dazu zwingt, auf Hygiene zu achten, Abstand zu halten und Gruppenbildung in geschlossenen Räumen tunlichst zu vermeiden?

An der Beruflichen Oberschule Friedberg wurden die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten – 396 haben die Fachholschulreife, 91 die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erlangt – am Vormittag bei strahlendem Sonnenschein stimmungsvoll und beschwingt von der Schulband empfangen. Zudem sandte ein großes Banner am Schulgebäude erste Glückwünsche zum erfolgreichen Abschluss.

In kleinen Gruppen und mehreren Schichten trafen die Absolventinnen und Absolventen sich dann im Klassenzimmer, um per Video Grußworte des Landrats Klaus Metzger, des Elternbeiratsvorsitzenden Peter Götz und der Schulleiterin Hermine Scroggie zu hören. Anschließend gratulierte der Klassenlehrer allen persönlich und überreichte ihnen ihr Zeugnis. Klaus Metzger formulierte in seiner Rede drei Wünsche, die die Abiturientinnen und Abiturienten auf ihrem weiteren Weg begleiten sollten: Menschen zu treffen, die ihnen wohlgesonnen sind, eine Berufung zu finden und sich für die demokratische Gesellschaft zu engagieren.

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Peter Götz, sprach die besonderen Herausforderungen an, die sich Schülern, Eltern und Lehrkräften seit Mitte März infolge der Schulschließung gestellt hatten, und dankte allen Beteiligten für ihre Bereitschaft und ihren Einsatz, das Schuljahr dennoch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Schulleiterin Hermine Scroggie bedauerte vor allem, dass sie dieses Mal die Absolventinnen und Absolventen nicht persönlich beglückwünschen und ihnen gratulieren konnte.

Sie betonte auch, dass dieses Abitur kein – wie zeitweise befürchtet – „Corona-Abitur“, sondern ein völlig gleichwertiger Abschluss sei, auf den alle Schülerinnen und Schüler stolz sein könnten. Deshalb wurden auch in diesem Jahr die jeweils Jahrgangsbesten jeder Ausbildungsrichtung für ihre besonderen Leistungen geehrt. Über ein Präsent des Elternbeirats durften sich freuen: Rebecca Archibald, Nils Eller, Annalena Klein, Bastian Kugler, Laura Link, Carolin Luksch, Christina Maurer, Maximilian Müller, Leonie Singer, Kamila Szczurek, Pia Weber, Sabrina Wolf (in alphabetischer Reihenfolge).

Hermine Scroggie schloss ihre Rede augenzwinkernd mit folgendem Szenario ab: Vielleicht werde der ein oder andere Abiturient als Zeitzeuge für den Geschichtsunterricht an die Schule zurückkehren und Auskunft darüber geben, wie es war, als damals kurz vor dem Abitur die Schulen geschlossen wurden. Und natürlich wie man feiert, ohne zu feiern. (AZ)

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