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Friedberger Zeit

21.07.2019

Über 150.000 Besucher kommen zum Friedberger Altstadtfest

Riesige Beteiligung gab es bei der Wassermusik am Schlossweiher (unten) und am Sonntagnachmittag beim Pilgerzug (oben) auf der Friedberger Zeit.
Bild: Ute Krogull

Die Friedberger Zeit hat einen tollen Abschluss. Über 150.000 Menschen kommen. Allein 1300 lauschen der Wassermusi. Probleme machen die Besucherlimits im Schloss.

„Dankbar für zehn wunderbare Tage Friedberger Zeit – ein Miteinander, das prägt“ (Pater Steffen Brühl): So standen und saßen Hunderte Menschen Sonntagnachmittag in der ökumenischen Pilgerandacht in St. Jakob, bevor sich der Pilgerzug nach Herrgottsruh aufmachte. In Hochstimmung hatte das Fest begonnen, in Hochstimmung ging es zu Ende.

Die Besucherzahl lag nach Angaben von Veranstaltungsleiter Frank Büschel weit über den angepeilten 150.000. „In der Stadt herrschte zehn Tage lang unbändige Harmonie im Takt der Friedberger Zeit“, freut Büschel sich. 1300 Besucher kamen nach Schätzung der Stadt allein zur „Wassermusik“ am Schlossweiher am Freitagabend.

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25 Bilder
Wassermusik beim Friedberger Altstadtfest
Bild: Ute Krogull, Peter Kleist

Jugend- und Stadtkapelle boten dort in wunderschöner Atmosphäre einen der Höhepunkte der an vielen Höhepunkten reichen Festwoche. Es erklangen Melodien von Bach, Lully, Mozart und natürlich das mottogebende Werk von Händel. Vor allem Friedberger, viele davon in Gewand, säumten den Schlossweiher, der mit Fackeln und Schwimmlaternen illuminiert war.

Wegen der Lage im „Kessel“ war die Akustik gut, die laue Luft, die Düfte und die beschwingte Stimmung der Zuhörer taten ihr Übriges, um das Konzert der über 100 Musiker zu einem perfekten Erlebnis zu machen. Mit Einsetzen der Dämmerung kamen sogar die Schloss-Fledermäuse vorbei auf ein Tänzchen über dem Teich. „So etwas sollte es hier wieder geben“, fanden viele Besucher.

Das Schloss war bei der Friedberger Zeit teilweise überfüllt

Während im Schlosspark sehr viele Menschen Platz finden, gilt für das Schloss wegen Sicherheitsauflagen eine Obergrenze von 500 Personen. Das sorgte bei einigen Veranstaltungen für Unmut und Unverständnis der Gäste und Akteure. Darauf will die Stadt beim nächsten Fest reagieren. Ansonsten gab es bis auf die Gruppe aggressiver junger Männer keinen Ärger. Büschel meint: „Ich hatte noch kein Altstadtfest, bei dem die Berichtshefte von Polizei, Sicherheits- und Sanitätsdienst so dünn waren.“

Friedbergs Bürgermeister Eichmann: "Das ist ein Kraftakt"

Bürgermeister Roland Eichmann hob im Gespräch mit der Friedberger Allgemeinen das Engagement aller Beteiligten hervor: „Man darf nicht unterschätzen, was das alles für ein Kraftakt ist. Respekt, wie diese Menschen das schaffen. Insofern ist es gut, dass nach zehn Tagen dann auch Feierabend ist und alle durchschnaufen können.“

Am letzten Tag der Friedberger Zeit 2019 zieht Bürgermeister Roland Eichmann im "Ratsch am Marienplatz" Bilanz.
Video: Alexandra Sieber

Insgesamt zog Eichmann ein positives Fazit der zehn Tage Altstadtfest. Eines hat ihn besonders beeindruckt: „Die Menschen waren im Vergleich zu den vergangenen Jahren noch einmal befreiter und entspannter, das war schön zu sehen.“ Für die Zukunft ist er optimistisch: „Toll, dass die junge Generation begeistert und in so vielen Fällen auch gewandet dabei ist, der Generationswechsel scheint bestens zu gelingen.“

Gelungen ist auch einmal mehr das Gemeinschaftswerk der Handwerker zur Friedberger Zeit: „Wir sind seit Donnerstag fertig“, sagte Maurermeister Roland Schmieder von der Firma Lindermayr aus Derching. „Wir machen meist zwei Schichten: Die einen arbeiten dann von 14 bis 18 und der Rest von 18 bis 22 Uhr an der Mauer.“

Maurer Roland Schmieder und die Lehrlinge Jetgzon Avdullahi, Oliver Fillipov und Adrian Hoti arbeiteten am Gemeinschaftswerk der Handwerker mit.

Schmieder ist seit 2005 bei der Firma und arbeitet seither jedes Mal am Gemeinschaftswerk mit, zuvor war er für die Stadtwache im Einsatz. „Ich bin aber auch selbst schon getauft worden“, meinte er lachend. Der Brunnen der Handwerker soll künftig am Besinnungsweg in Derching stehen.

Lesen Sie dazu auch: Friedberger Zeit: „Wir sind das Fest“

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