Newsticker
EMA gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Umfrage zum Brunnen am Meringer Marktplatz jetzt auch per Telefon

Mering

15.01.2021

Umfrage zum Brunnen am Meringer Marktplatz jetzt auch per Telefon

Wie soll es mit dem Brunnen am Meringer Marktplatz weiter gehen? Dazu können sich die Meringer noch bis Sonntag in einer Umfrage äußern.
Foto: Eva Weizenegger

Plus Abreißen oder für viel Geld instand setzen? 1.400 Meringer haben ihre Meinung zum Marktplatz-Brunnen per Umfrage mitgeteilt. Die Ergebnisse haben Gewicht.

Wie geht es mit dem Brunnen am Meringer Marktplatz weiter: Soll die Kommune das Werk von Künstler Josef Zankl sanieren - oder abbauen? Seit Dezember können die Bürger ihre Meinung dazu in einer Online-Umfrage des Vereins "Mering digital" mitteilen. Diese läuft noch bis einschließlich Sonntag, 17. Januar. Schon jetzt kristallisieren sich einige Tendenzen heraus.

Ist das Kunst – oder kann das weg? Die Zukunft des Meringer Brunnens am Marktplatz ist ungewiss.
Foto: Eva Weizenegger (Archivfoto)

Aber noch kann sich einiges tun. Zum Abschluss gibt es zusätzlich für Menschen, die mit dem Internet nichts anfangen können, eine Möglichkeit sich zu beteiligen. Sowohl Samstag als auch Sonntag führen mehrere Ehrenamtliche die Umfrage telefonisch durch.

Nacheinander werden die einzelnen Fragen zum Brunnen mit den Anrufern durchgegangen und Antworten entsprechend aufgenommen. Die Ansprechpartner sind der Vorsitzende von „Mering Digital“, Lothar Haupt, mit der Telefonnummer 08233/780321, sowie die Seniorenbeauftragte des Marktes Mering, Christine Maier, mit der Telefonnummer 08233/7799537 und Julia Stöckl von der Corona-Nachbarschaftshilfe mit der Telefonnummer 01523/4016436. Die Anrufzeiten sind am Samstag, 16. Januar, von 10 bis 15 Uhr und am Sonntag, 17. Januar, von 12 bis 15 Uhr. Bis zu diesem Datum gibt es natürlich auch die Möglichkeit, an der Umfrage unter www.mering-digital.de online teilzunehmen.

Sowohl die Sanierung als auch ein Abriss wird in der Umfrage als Alternative genannt. Die Teilnehmer haben nicht nur die Möglichkeit, den Brunnen in seiner heutigen Erscheinungsform zu bewerten. Gezeigt wird auch ein älteres Foto aus der Zeit, als die Beleuchtung noch funktionierte. Außerdem geht die Umfrage noch ein bisschen weiter und schlägt den Bogen zur Nutzung des Marktplatzes und zu seiner Gestaltung allgemein. Denn diese steht im Zuge der nötigen Rathauserweiterung in den kommenden Jahren sehr wahrscheinlich ebenfalls zur Debatte.

Große Resonanz bei Umfrage zum Brunnen: Bisher 1.400 Teilnehmer

Dass das Schicksal des Brunnens die Meringer bewegt, zeigt die Resonanz. Alexander Graf, der sich als zweiter Vorsitzender von "Mering digital" schwerpunktmäßig um die Umfrage kümmert, ist jetzt schon hochzufrieden. Knapp 1.400 Meringer haben ihre Meinung zum Brunnen kundgetan. "Ich hätte vorab vielleicht 500 erwartet und 1.000 wäre das höchste der Erwartungen", sagt er. Aber nun hat die Macher der Umfrage natürlich der Ehrgeiz gepackt: "Es wäre schön, wenn wir zum Wochenende noch die 1.500er-Marke knacken", sagt Graf.

Zu welcher Vorgehensweise die Bürger bisher neigen, dazu will Graf vor Abschluss der Aktion noch nichts sagen, um das Abstimmungsverhalten nicht zu beeinflussen. "Ein paar Sachen kristallisieren sich deutlich heraus", verrät er aber. Deswegen geht er davon aus, dass die Ergebnisse für die Ortspolitiker schon hilfreich sein könnten, wenn diese über die Zukunft des Brunnens entscheiden müssen.

Interessant wird nicht nur die reine Abstimmungs-Statistik der Meringer sein. Denn bei vielen der Fragen gibt es zu den vorgegebenen Antwortoptionen die Möglichkeit, selbst Alternativen zu formulieren. Zum Ende bietet die Umfrage ein Feld für Anmerkungen. "Das wird sehr rege genutzt: 1.000 der Teilnehmer haben hier etwas reingeschrieben", verrät Graf. "Es kommen häufig ähnliche Vorschläge, die werden wir zu Themenblöcken zusammenfassen", sagt er. Gerade wegen der vielen Anmerkungen, ist die Auswertung der Ergebnisse aufwändig. "Wir wollen das trotzdem zügig hinkriegen", verspricht der zweite Vorsitzende von "Mering digital".

Viele Meringer äußern sich zur Verkehrsberuhigung

Gespannt erwartet wird das auch von Merings Bürgermeister Florian Mayer. Er ist begeistert darüber, wie gut diese neue Form der Bürgerbeteiligung in Mering angenommen wird. Ihm ist klar, dass eine Internetumfrage den direkten Austausch nicht ersetzen kann. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie sei es ein gutes Angebot – vor allem mit der Ergänzung durch die Telefonaktion am Wochenende. Eigentlich wären auch Info-Stände am Markt geplant gewesen: "Aber das geht in der aktuellen Situation leider nicht", bedauert Mayer.

Viele Bürger wünschen sich für den Meringer Marktplatz eine Verkehrsberuhigung.
Foto: Isabelle Sasse (Archivfoto)

Der Meringer Bürgermeister hat natürlich schon einmal in die Umfrage reingeschaut. Zu den Ergebnissen bezüglich des Brunnens hält auch er sich noch bedeckt. "Auffallend ist, dass bei den Anmerkungen immer wieder die Verkehrsberuhigung im Marktplatzbereich angesprochen wurde. Da sieht man einfach, dass das den Meringern wirklich ein großes Anliegen ist", sagt Mayer. Dies bestätige ihn darin, dieses Ziel möglichst schnell anzupacken. Erst zum Jahresende habe sich dazu auch der Steuerkreis getroffen.

Ergebnis der Meringer Brunnen-Umfrage Thema im Gemeinderat

Und wie will er mit den Ergebnissen der Umfrage zum Brunnen umgehen? "Das muss der Gemeinderat entscheiden", sagt Mayer. Dieser werde jedoch gewiss den Bürgerwillen in die Abwägung miteinbeziehen. Dabei komme es auch auf die Eindeutigkeit der Ergebnisse an. "Wenn eine Variante ganz klar überwiegt, hat das für die Entscheidung sicher Gewicht." Vor allem falls die Bürger sich mit großer Mehrheit für einen Abbau des Brunnens aussprechen, werde es schwierig, sich darüber hinweg zu setzen und mit den Steuergeldern der Bürger eine teure Sanierung zu beschließen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Digitale Umfrage in Mering: Die Bürger wollen mitreden

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren