Die Planung eines hohen Mobilfunkmastes nahe des Wasserturms zwischen Wulfertshausen und Haberskirch hat im Friedberger Norden Ängste geweckt. Bei einer Infoveranstaltung wird es um den etwa 45 Meter Stahlgittermasten und die darauf vorgesehenen Mobilfunkantennen gehen. Dazu lädt die Stadt Friedberg am kommenden Montag, 14. Juli, ab 19.30 Uhr alle Interessierten in die Gaststätte Metzger in Wulfertshausen ein.
Mit dabei sind Vertreter des Antragstellers, der Deutschen Funkturm GmbH, die den Mast errichten will, sowie der Deutschen Telekom als Mobilfunkbetreiber. Als unabhängigen Experten hat die Stadt außerdem einen Sachverständigen des Landesamtes für Umwelt für elektromagnetische Felder eingeladen. Mit dabei sind auch Bürgermeister Roland Eichmann und Baureferent Carlo Haupt, der darauf eingeht, wie die Stadt Anträge für Mobilfunkmasten behandelt. Die Informationsveranstaltung ist laut Haupt nicht als Podiumsdiskussion gedacht. Bürgerfragen sollen beantwortet werden. In Sachen Mobilfunkmast liegt mittlerweile ein Antrag an den Stadtrat vor. Die Stadtratsfraktion der Grünen beantragt, das Umweltinstitut München mit einem Gutachten zur Strahlungsbelastung in Haberskirch/Wulfertshausen zu beauftragen.
Dies zielt ab auf eine unabhängige Untersuchung der bestehenden Gesamtbelastung und eine Darstellung der zu erwartenden Gesamtbelastung infolge des Mobilfunkmastes. Dargestellt werden sollen dabei auch die künftig am stärksten belasteten Zonen. „Nur dann ist es auch möglich, eventuell sinnvolle Alternativen zu unterbreiten und in ein Dialogverfahren einzutreten“, heißt es in dem Antrag der Grünen. Das Umweltinstitut München habe bereits für andere Kommunen solche Untersuchungen zur Strahlenbelastung vorgelegt. (scha)