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Friedberg

12.06.2018

Unbekannter spricht in Friedberg-West zwei Kinder an

Am Freitag und am Montag wurden Kinder in Friedberg-West von einem Unbekannten angesprochen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Zwei Fälle in Friedberg-West beunruhigen Eltern. Der Polizeichef warnt aber vor Panik und bittet Zeugen, sich zu melden.

Wie Dienstellenleiter Alexander Wagenpfeil von der Polizei Friedberg am Dienstag mitteilte, sind in den vergangenen Tagen zwei Kinder in Friedberg-West von einem unbekannten Mann angesprochen worden. Der erste Fall ereignete sich bereits am Freitag gegen 13 Uhr. Im Bereich Lothringer Straße/Speyerstraße ging der Täter auf ein sechsjähriges Mädchen zu und erzählte ihm, dass seine Mama nicht zu Hause sei. Die Sechsjährige reagierte nicht auf die Ansprache, rannte sofort weg und machte durch lautes Schreien auf sich aufmerksam. Den Unbekannten beschrieb das Mädchen als „älteren Mann“.

Am Montag wurde den Beamten dann ein zweiter Vorfall angezeigt. Wie Wagenpfeil berichtete, habe ein Mann gegen 12.45 Uhr einem siebenjährigen Jungen in der Metzstraße Süßigkeiten angeboten, als dieser von seiner Schule in Hochzoll auf dem Weg nach Hause war. Anschließend stieg der Mann in einen schwarzen Pkw, der von einer bisher ebenfalls unbekannten Frau gesteuert wurde, und fuhr davon. Laut Polizei beschrieb der Siebenjährige den Täter als etwa 45 Jahre alt, mit grau-schwarzen Haaren und einem Oberlippenbart. Der Mann habe einen leichten Bauchansatz. Bekleidet gewesen sei er mit einer kurzen Jeans-Hose und Sandalen.

Wie Eltern ihre Kinder schützen können

„Die beiden Fälle wurden uns unabhängig voneinander angezeigt“, berichtet Wagenpfeil auf Nachfrage unserer Redaktion. „Die beiden Tatorte sind nicht weit voneinander entfernt. Da liegen maximal 50 bis 100 Meter dazwischen.“ Man könne deshalb nicht ausschließen, dass es sich jeweils um denselben Mann handele. „Allerdings wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, was hinter dem Verhalten des Täters oder der Täter steckt“, so Wagenpfeil. Er warnt deshalb vor Panik. Trotzdem nehme die Polizei die Fälle sehr ernst. „Wir versuchen natürlich die Täter so schnell wie möglich zu ermitteln“, sagt der Beamte.

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Dazu setze er mehr Streifen als üblich in der Gegend rund um die beiden Tatorte ein. Eltern rät er, Kinder sachlich über die Vorfälle aufzuklären. Auf keinen Fall solle man ihnen Angst machen. „Sie sollten lernen, Nein zu sagen, wenn ihnen Fremde Süßigkeiten anbieten oder sie auffordern, in ihr Auto zu steigen“, so der Beamte. „Das Mädchen hat vorbildlich reagiert, als es davonrannte und laut geschrien hat“, ergänzt er. „Wenn möglich, die Kinder in Gruppen von der Schule nach Hause gehen lassen“, so Wagenpfeil. „Und im Notfall unbedingt die 110 wählen.“ Auch das könne man mit den Kindern üben.

Zeugen, die Angaben zum Täter, der Fahrerin oder dem schwarzen Pkw machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei Friedberg unter 0821/3231710 zu melden.

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