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06.06.2009

Ungleicher Kampf in der Billardkneipe

Aichach (nas) - In einer Aichacher Billardkneipe ging es im Mai vergangenen Jahres zu wie in einem Wild-West-Saloon. Laut Anklage sollen fünf Männer auf einen Einzelnen losgegangen sein - ein Jochbeinbruch, eine Fraktur der Augenhöhle und ein ausgeschlagener Schneidezahn sind das Ergebnis des ungleichen Kampfes. Da drei mutmaßliche Täter nicht ermittelt werden konnten, saßen auch nur zwei auf der Anklagebank im Aichacher Amtsgericht und wurden zu Bewährungsstrafen von acht Monaten bzw. einem Jahr verurteilt. Einer der Täter muss zudem 120 Stunden Hilfsdienste leisten, der andere 1500 Euro an das Rote Kreuz spenden.

Vor Gericht sprachen die Angeklagten davon, durch das Opfer provoziert worden zu sein. Das Opfer indes fühlt sich grundlos geschlagen. Der verhängnisvolle Abend wurde zwar von einer Videokamera in der Kneipe aufgezeichnet, doch die Qualität der Aufnahmen ist nicht astrein. Für den Polizisten, der das Video ausgewertet hat, war jedoch erkennbar, dass sich eine Gruppe dem Opfer näherte, welches schließlich im Getümmel zu Boden ging und getreten wurde. Der Angegriffene, ein 45-Jähriger, war zum Tatzeitpunkt betrunken und deshalb laut Ansicht von Staatsanwalt Carsten Reichel ein "willkommenes Opfer".

Keine Reue, keine Entschuldigung

Der Staatsanwalt forderte für die Angeklagten Freiheitsstrafen von zwölf bzw. 15 Monaten. Eine Bewährung schloss er aus. Zwar wertete er positiv, dass beide Angeklagten nicht vorbestraft waren, dass sie jedoch weder Reue zeigten noch sich entschuldigt hatten, kam ihnen aus seiner Sicht nicht zugute. Mildernd wirkte sich für die Angeklagten aus, dass einer der Täter psychische Probleme hat und zum Tatzeitpunkt in Behandlung war.

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