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01.07.2010

Verband will beim Bürgerfest hinschmeißen

Gersthofen Ein Fest für alle Gersthofer soll es werden: Vom Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. Juli, gibt's beim vom Gersthofer Gewerbeverband organisierten Bürgerfest jede Menge Programm und Möglichkeiten zum Einkaufen. Doch was vielen Besuchern Freude machen soll, bereitet derzeit eher Ärger.

"Sparringspartner" sind dabei zum einen der Gewerbeverband mit seinem Vorsitzenden Albert Heckl als Veranstalter, zum anderen der Gersthofer Marktreferent Max Poppe. Beide sind darüber hinaus Stadträte - Poppe für die CSU, Heckl für die Gersthofer Bürgerunion (GBU).

Heckl gibt sich kategorisch: "Wir haben im Gewerbeverbands-Vorstand einstimmig beschlossen, heuer das Bürgerfest nach 27 Jahren unter unserer Ägide zum letzten Mal zu veranstalten", so Heckl. "Wir hätten schon heuer aufgegeben, wollten aber unsere treuen Zulieferer und die Gewerbetreibenden in der Donauwörther Straße nicht vor den Kopf stoßen."

Die Verantwortung sieht Heckl eindeutig bei einem der beiden Marktreferenten aus dem Gersthofer Stadtrat, Max Poppe (CSU). Dieser kümmert sich gemeinsam mit Peter Schönfelder ( SPD) um die Marktveranstaltungen der Stadt.

Verband will beim Bürgerfest hinschmeißen

Der Vorwurf: "Poppe hat immer nur Forderungen gebracht, dass wir das seit Jahren bewährte Bürgerfest ändern, selbst aber nie konstruktive Vorschläge gebracht", so Heckl. Der angegriffene Referent gibt zurück: "Es ist nicht meine Aufgabe als Referent, hier einen Vorschlag zu machen." Es sei vielmehr signalisiert worden, dass der Gewerbeverband keine Einmischung wünsche. "Da gab's eine pauschale Ablehnung, als wir neue Leute bei der Organisation mit hineinbringen wollten", so Poppe weiter.

Für zusätzliche Veranstaltungen sieht Albert Heckl wenig Spielraum. "Wir haben alles probiert. Aber wir können nichts machen, wenn uns die Eigentümer ihre Höfe nicht für Musikveranstaltungen zur Verfügung stellen", so Heckl. "Wenn etwas 27 Jahre lang funktioniert, kann es ja nicht so schlecht sein." An den sonstigen Plätzen würden sich gleichzeitig auftretende Kapellen gegenseitig stören. Und auch ein Versuch mit Rockmusik auf dem Rathausplatz sei letztendlich nicht wiederholt worden, weil es Proteste der Anwohner gegeben haben, so Heckl.

Dieser wirft Poppe - seines Zeichens auch Vorsitzender der Jungen Union (JU) Gersthofen - auch vor, dass es immer Probleme gegeben habe, seit die JU beim Bürgerfest zugelassen worden sei. "Es wurden die Sperrzeiten nicht eingehalten, außerdem wurde Alkohol an Jugendliche ausgeschenkt", so Heckl. Der Gewerbeverband selbst habe stets alles im Griff gehabt.

Warten auf neue Ideen zur Veranstaltung

Schon seit zwei Jahren spreche man über Veränderungen beim Bürgerfest, sagt Bürgermeister Jürgen Schantin. "Wir sind eher enttäuscht, dass vonseiten des Gewerbeverbands keine Ideen gekommen sind."

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