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München überschreitet Corona-Grenzwert

24.07.2010

Verkehr

Verkehr

Es ist einer der plakativen Lieblingssprüche der Grünen: "Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten." Mit dem Brückenschlag Ende der 70er-Jahre über den Lech ist die Region an der Paar ungewollt zur Kronzeugin dieses Satzes geworden. Es ist unglaublich, wie viele Menschen die Ost-West-Verbindung jetzt nutzen und wie stark deren Fahrzeuge die Straßen rund um Mering und Kissing belasten.

Dieses Kind ist "im Brunnen", das Rad nicht zurückzudrehen. Der Blick kann sich nur nach vorne richten. Und da wartet die "charmante" Lösung des Staatlichen Bauamtes mit durchaus beachtlichen Argumenten auf: Eine Ortsumfahrung, die Landschaft zwar verbaut, aber zu einem großen Teil nur eine solche, die schon industrialisiert ist. Die den sensiblen Naturschutzzonen rechtzeitig ausweicht. Die möglichst viele Verkehrsströme abgreift und auch scheibchenweise verwirklicht werden kann.

Dass 14 000 Fahrzeuge weniger den Kissingern gut tun, ist keine Frage. Ob dies allein schon hilft, den Ort lebenswerter zu machen, ist fraglich. Der Ziel- und Quellverkehr in dessen Zentrum ist immer noch enorm. So eine Belastung habe man in der Fliederstraße auch fast, meint ein durchaus zuversichtlicher Bürgermeister Wolf. Und er führt mehrere Beispiele entlang der alten B 17 an, in vorderster Front die Stadt Königsbrunn, wo der Rückbau eine durchaus beachtliche Lebensqualität gebracht hat.

Der eigentliche Gewinner aber könnte Mering sein: Das Gewerbegebiet St. Afra bleibt attraktiv an der B 2 und erhält eine leistungsfähigere Zufahrt. Und auch der Knoten Richtung Königsbrunn verbessert sich. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler hat zusammen mit dem Meringer Gemeinderat alle Beteiligten quasi gezwungen, die Trasse in seinem Sinne zu führen, indem er ganz bewusst die Photovoltaikanlage im Lechfeld zuließ.

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