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Adelzhausen

04.11.2010

Verkehr lässt sich wohl nicht bremsen

Die Verwendung der 24 Urnenfächer in den sechs Stelen auf dem Friedhof Adelzhausen wird demnächst in die Friedhofssatzung aufgenommen. Die Nutzung eines Urnenfachs geht zehn Jahre und kostet 400 Euro, eine Verlängerung ist danach möglich. In einem Urnenfach finden bis zu vier Urnen Platz. Foto: Jürgen Dumbs
Bild: Jürgen Dumbs

Es scheint wohl kein Happy End für die Anwohner der Straße "Am Rottenfeld" im Adelzhauser Ortsteil Heretshausen zu geben: sämtliche Bemühungen der Gemeinde, die Geschwindigkeit zu begrenzen, drohen zu platzen.

Es scheint wohl kein Happy End für die Anwohner der Straße "Am Rottenfeld" im Adelzhauser Ortsteil Heretshausen zu geben: sämtliche Bemühungen der Gemeinde Adelzhausen, die Geschwindigkeit zu begrenzen, drohen zu platzen. Dies erklärte Bürgermeister Lorenz Braun auf der Gemeinderatsitzung am Mittwochabend, nachdem er vor Kurzem ein Gespräch mit einem Verantwortlichen der Polizeiinspektion Friedberg geführt hatte.

Seit einigen Monaten beschäftigt man sich in der Gemeinde schon mit der Verkehrsberuhigung der Ortseinfahrt "Am Rottenfeld". Zunächst wurde über einen baulichen Eingriff durch eine Verkehrsinsel oder eine Verschwenkung diskutiert, doch die Maßnahmen in Höhe von rund 35 000 Euro könnten das Problem kaum lösen. Vergangene Woche stellte sich Bürgermeister Braun an den Straßenrand und verteilte an alle vorbeifahrende Fahrzeuge Handzettel, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Braun setzte sich auch mit der zuständigen Polizeiinspektion Friedberg in Verbindung und erkundigte sich nach einer Sperrung der Verbindungsstraße oder der Einführung einer Tempo-30-Zone. Beide Möglichkeiten wurden aber als nicht umsetzbar erklärt: Eine Sperrung könne man nicht wirklich begründen und eine Tempobeschränkung könne die Polizei erst 200 Meter nach dem Ortsschild kontrollieren, und da sei die Straße bald wieder zu Ende.

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"Einerseits ist natürlich eine Straße kein Spielplatz, auf der anderen Seite kann ich aber nur weiterhin an alle Autofahrer appellieren, innerhalb der Ortschaft die Geschwindigkeit von 50 km/h einzuhalten", so der Gemeindechef. Untersucht werden soll nun als Letztes, ob Straßenmarkierungen oder eine Beschränkung der kompletten Verbindungsstraße auf 60 km/h möglich wären, doch ein Ausbremsen von Rasern wird es wohl nicht geben.

400 Euro für Urnenfach

In nächster Zeit wird die Gemeinde eine neue Friedhofssatzung beschließen. Ausschlaggebend dafür sind die 24 Urnenfächer, welche in sechs Stelen auf dem Friedhof Adelzhausen neu geschaffen wurden und deren Verwendung noch nicht geregelt ist. Ein Urnenfach, das bis zu vier Urnen aufnehmen kann, soll demnach für zehn Jahre zu Kosten von 400 Euro vergeben werden, eine Verlängerung der Laufzeit ist möglich. Zum Vergleich: Ein Wahlgrab (Familiengrab) kostet 310 Euro, ein Einzelgrab (Urnengrab) 160 Euro, wobei aber die Nutzungsdauer dort 20 Jahre beträgt. Die Gemeinde einigte sich außerdem darauf, dass die Verschlussdeckel der Urnenfächer nur nach Abstimmung mit der Kommune gestaltet werden dürfen, damit vor allem eine einheitliche Schriftart auf allen Deckeln gewährleistet wird.

Ab 2011 sollen in der VG Dasing Zahlungsverzüge von Bürgern anders behandelt werden. Die Bürgermeister der VG Dasing einigten sich auf diese Änderungen, um vor allem den Verwaltungsaufwand zu verringern und dafür entstandene Kosten mehr auf die Schultern des Verursachers abzuwälzen. Zum einen soll die bisher kostenfreie Zahlungserinnerung, welche am fünften Tag des Zahlungsverzuges beim Schuldner eintraf, wegfallen und es sofort zu einer kostenpflichtigen Mahnung kommen. Zum anderen sollen die Mahngebühren verdoppelt werden.

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