Ein kleines Versäumnis mit weitreichenden Folgen unterlief dem Mitarbeiter des Landratsamts, als er am Donnerstagmorgen die Abfahrt der Asylbewerber von Mering überwachte. In den Bussen fehlte nämlich jener junge Mann, der nach einem kleinen Unfall in der Nacht zuvor in eine Augsburger Klinik gebracht worden war.
Wann Mousad wieder entlassen würde und was er dann tun solle, das kümmerte am gestrigen Freitag keinen Behördenvertreter. So fand sich der Asylbewerber ohne Geld und Deutschkenntnisse auf der Straße wieder. Zum Glück hatte wenigstens eine der ehrenamtlichen Lehrerinnen aus Mering mitgedacht und telefonisch ihre Schwiegertochter in Augsburg verständigt, sie solle zum Krankenhaus fahren und nach dem Verunglückten sehen. Diese entdeckte den bereits entlassenen und reichlich verzweifelten Mann zufällig auf der Straße, musste aber mit ihrem Fahrrad dringend zur Arbeit.