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Segnung

20.05.2015

Verwittertes Feldkreuz saniert

Das um den Christus geschlungene Laken belegte Thomas Kernle mit Sturmgold.
Bild: Magda Schebesta

Das Kruzifix steht auf der Grenze zwischen Tegernbach und Baindlkirch

Das Feldkreuz an der Grenze zwischen Tegernbach und Baindlkirch wurde von Kunstschmied Thomas Kernle aus Tegernbach saniert. Der Christuskörper und das Eisenkreuz waren sehr verwittert. Thomas und Peter Kernle nahmen den schweren Christuskörper aus Kunstguss vom Kreuz. Thomas Kernle bürstete den Körper sauber ab und grundierte ihn mit Bleimenning. Nach der Trocknung trug er die Farben auf.

Das um den Christus geschlungene Laken belegte Thomas Kernle mit Sturmgold. Das ist ein Blattgold für den Außenbereich. In den nächsten Tagen saniert er das Kreuz. Es ist ebenfalls aus edlem Kunstguss und mit Ornamenten verziert. Laut Thomas Kernle stammt das gesamte Kunstwerk um das Jahr 1870. Thomas Kernle, Mitglied im Verein „Dorfbelebung Mittelstetten“, saniert das Kreuz, die angebrachte Tafel und den Christuskörper ehrenamtlich und auf eigene Kosten.

Die Grünanlage am Kreuz wird die Firma Garten- und Landschaftsbau Robert Theifler aus Tegernbach, ebenfalls ehrenamtlich, bis zur Segnung übernehmen. Das Kreuz gehörte einst einer Familie Wank, die es seit 1932 nicht mehr in Tegernbach gibt.

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Die Söhne hießen Theo und Michael und wurden in den Zwanzigerjahren durch die Fliegerei bekannt. Theo machte mit 19 Jahren einen Motorflugschein und ist als jüngster Pilot Deutschlands bekannt geworden. Weil die eigene Flugzeugbaufirma wegen Geldmangel nicht funktionierte, verkauften die Brüder 1932 den Hof und verließen Tegernbach.

Erinnerung an historisches Ereignis

Im Zuge der Gebietsreform wurde die bis 1978 selbstständige Gemeinde Tegernbach in die Gemeinde Mittelstetten eingegliedert. Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde das „herrenlose“ Kreuz der Familie Wank aufgestellt. Es stand einst am Fußweg nach Mering, zwischen Tegernbach und Sirchenried. Heute steht es an einem besonderen Ort: Gemeindegrenze zwischen Tegernbach und Baindlkirch, Landkreisgrenze zwischen Fürstenfeldbruck und Aichach-Friedberg, Bezirksgrenze zwischen Oberbayern und Schwaben.

Am Dienstag, 2. Juni um 19 Uhr, findet in der Kirche St. Stefan und Magdalena in Tegernbach eine Messe statt. Anschließend gehen Pfarrer Michel Würth und die Kirchengemeinde Richtung Baindlkirch zur Feldkreuz-Segnung.

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