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08.01.2019

Viel Grund zur Freude im Wittelsbacher Land

Joachim Herrmann

Innenminister Joachim Herrmann spricht beim Neujahrsempfang der CSU. Sein Appell lautet: Jeder von uns ist für die Demokratie verantwortlich

Die Bürger im Wittelsbacher Land können im neuen Jahr beruhigt schlafen, denn der Kreis Aichach-Friedberg gehört zu den sichersten in Bayern. Das sagten Landrat Klaus Metzger und Innenminister Joachim Herrmann beim Neujahrsempfang des CSU-Stadt- und Kreisverbands im Pfarrzentrum von Wulfertshausen. Nicht nur die Kriminalstatistik bot ihnen Grund zur Freude: Der Landkreis ist der beste, erfolgreichste und schönste weit und breit – so zumindest die Lobeshymnen der Politiker. Dazu gab es den bayerischen Defiliermarsch der Friedberger Stadtkapelle und den Segen des Pfarrers.

Dass das alles zum Großteil ihrer eigenen Arbeit und der CSU zu verdanken sei, machten die Politiker bei der Veranstaltung ebenfalls deutlich. Die Bürger dürften stolz auf das Erreichte sein, sich aber nicht auf den Erfolgen ausruhen. Bayern sei von christlicher Tradition geprägt, versicherte der Minister, und das sicherste aller Bundesländer in Deutschland. Die innere Sicherheit bezeichnete er als Grundanliegen der CSU; viele Menschen wünschten sich mehr Polizeipräsenz im öffentlichen Raum. Herrmann erinnerte an eine Schlägerei in Amberg, die vier betrunkene Ausländer zum Jahreswechsel angezettelt hatten. „So etwas dulden wir auf keinen Fall“, sagte er und bekam in Friedberg lautstarken Beifall für seine Forderung nach Abschiebung der Täter.

Keinen Widerspruch dazu sah der Minister offensichtlich in seiner Feststellung „Wir sind stolz auf die großartige Toleranz in unserem Land!“ Von den Zuhörern forderte er „Begeisterung für unsere freiheitliche Demokratie“. Die gelte es gegen den islamistischen Terror zu verteidigen, was auch eine Frage der geistigen Auseinandersetzung sei. Die CSU wolle aber keine „Partei der Angstmacher“ sein.

Ausführlich ging der Redner auf die Europapolitik ein, denn vom 23. bis 26. Mai wird in den voraussichtlich dann 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union die neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament stattfinden. Rund 700 Abgeordnete werden gewählt. Man dürfe Europa keinesfalls infrage stellen, so Herrmann, denn die zahlreichen Probleme ließen sich nur zusammen lösen. Vom gemeinsamen Markt habe vor allem Deutschland stark profitiert. „Und es liegt an uns allen, den Frieden in Europa zu bewahren!“

Auch wenn es viele Schwierigkeiten gebe, sei das kein Grund zum Verzweifeln: „Jeder von uns ist für die Demokratie verantwortlich.“ Ebenso wie der Landrat dankte auch der Innenminister allen Bürgern, die sich für die Gemeinschaft ehrenamtlich engagieren, sei es den Rettungsorganisationen, Krankenhäusern oder den zahlreichen Vereinen. Nach den Ansprachen hatten die Gäste in zwangloser Runde Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zum Ausblick auf das neue Jahr.

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