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Verbesserung in Mering

24.05.2015

Viel neuer Platz für die Pendler-Pkw

Die Eröffnung wurde im wahrsten Sinne des Worts vom Bürgermeister und den Fraktionssprechern selber vorgenommen: Der neue P&R-Platz beim Haltpunkt St. Afra ist jetzt für Pendler und Reisende nutzbar.
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Die Eröffnung wurde im wahrsten Sinne des Worts vom Bürgermeister und den Fraktionssprechern selber vorgenommen: Der neue P&R-Platz beim Haltpunkt St. Afra ist jetzt für Pendler und Reisende nutzbar.
Bild: Anton Schlickenrieder

Die Gemeinde Mering nimmt am Haltepunkt St. Afra zwei Flächen für Park&Ride in Betrieb. Der Bürgermeister legt dabei selber Hand an

Das große Parkplatz-Suchen im Meringer Westen hat ein Ende. „Endlich“, wie Bürgermeister Hans-Dieter Kandler sagt. Gestern wurden die beiden Erweiterungsflächen des Park&Ride-Platzes beim Haltepunkt St. Afra eröffnet. Damit stehen Reisenden und Pendlern an zwei Stellen 166 neue Plätze zur Verfügung, um ihre Pkw zu parken und dann den Zug zu nehmen.

„Das Timing ist wirklich optimal“, freute sich Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, der zusammen mit den Fraktionssprechern Irmgard Singer-Prochazka ( SPD), Georg Resch ( CSU) und Klaus Becker (Grüne) Hand anlegten, um die Absperrgitter wegzutragen, die bisher die Zufahrt unterbanden. Und Götz Brinkmann lud mit großer Geste zur Benutzung ein, als der Weg frei war. Bahnkunden waren zu diesem Zeitpunkt aber eher schon wieder auf dem Heimweg.

Optimal war der Zeitpunkt deshalb, weil ab kommenden Dienstag die Arbeiten am Meringer Bahnhof beginnen. Entlang der Bahnhofstraße sollen 172 neue Pkw-Stellplätze entstehen, der Baustellenbereich ist deshalb eine Zeit lang nicht mehr nutzbar. „Da werden dann viele Pendler bei St. Afra parken“, hofft der Bürgermeister und auch mancher der anwesenden Ratsherren. Andere wiederum befürchten, dass eher wieder der Druck auf die Wohnstraßen Merings zunimmt, so lange der Bahnhofsbereich nicht zur Verfügung steht. Bis Mitte Oktober sollen diese Bauarbeiten aber abgeschlossen sein, verkündeten Kandler und sein Ortsbaumeister Armin Lichtenstern.

Dieser hatte bei der Abnahme der Baumaßnahme bei St. Afra kaum Mängel festzustellen. Viele der strittigen Fragen waren schon im Vorfeld geklärt. Ein Randstein wurde abgesenkt, damit Landwirte den einmündenden Feldweg nutzen können, ohne ihr Reifen zu ruinieren. Eine Verbesserung hatte Lichtenstern der Regierung von Schwaben als zuständiger Förderstelle vorgeschlagen: Die Parkplatzreihen werden von Granitzeilen zu den Grünbereichen abgetrennt. Da dort das Regenwasser versickert, muss es einen Durchlass geben. Beim ersten P&R-Platz vor dem Haltepunkt St. Afra (Kapazität: 272 Pkw) war diese Absenkung noch mit Kies aufgefüllt; dort kann sich Begleitgrün ansiedeln. Jetzt hat der Marktbaumeister einen großen Pflasterstein setzen lassen. Dieser kostet zwar mehr Geld, ohne dass mehr Zuschüsse fließen, „aber er ist vom Unterhalt her günstiger“, betont Kandler. Und die Anlage muss vom Markt Mering betreut werden.

Dass erst jetzt eröffnet wurde – schon vor Wochen wurde die Verschleißschicht aufgetragen – begründete Lichtenstern damit, dass sonst die Firmen nicht mehr hätten arbeiten können. „Sobald wir aufgemacht hätten, wäre die Fläche voll gewesen.“ Ausschlaggebend war die Firma, die die Stellplätze markierte – und der Elektriker, der die Beleuchtung anschloss.

An Kosten bleiben an der Kommune runde 90000 Euro hängen. Angesichts einer Bausumme von rund 665000 Euro ist dies nicht viel. Der Rest fließt aus Mitteln des öffentlichen Personennahverkehrs. „Diese hohe Förderung ist möglich, weil es vielfach Pendler aus Nachbarorten wie Königsbrunn und Haunstetten sind, die hier ihr Auto abstellen. Und diese Last kann man nicht auf den Markt Mering abwälzen“, erläuterte Kandler. Seinen sonst üblichen Spruch, dass man eigentlich einen Service leistet, der Bahnkunden zugute kommt, ließ er diesmal bleiben.

Eine kleine Träne mischte sich bei der Eröffnung in des Bürgermeisters Freude: „Ich hätte den kleineren Platz gerne für eine andere kommunale Aufgabe hergenommen: eine BMX-Bahn dort errichtet, einen Hart- oder einen Bolzplatz.“ Auf die 37 neuen Stellplätze dort hätte man sicherlich verzichten können. Der Grünen-Fraktion sei dieser Standort aber für eine solche Nutzung nicht sicher genug erschienen.

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