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30.03.2009

Vier Elfmeter im Derby gegen Neusäß

Trotz tristen Regenwetters brauchten die rund 250 Zuschauer ihr Kommen nicht zu bereuen. Denn beim 4:1-Sieg des TSV Friedberg über den Erzrivalen TSV Neusäß ging es wieder einmal heiß zu. Fünf Tore, davon vier aus Elfmetern, und ein Platzverweis für den Neusäßer Fendt schon nach 36 Minuten zeigen, dass Dampf, Rasse und Hektik in diesem Bezirksliga-Derby steckten. Der Sieg der Friedberger fiel dem Spielverlauf sicherlich zu hoch aus. Aber die Mannschaft von Werner Heiß fing sich nach schwächerer erster Halbzeit und machte dann nach dem Wechsel alles klar.

Es war ein abwechslungsreiches Spiel mit unheimlich viel Dramatik. Und es war von Anfang an Aggressivität und Giftigkeit im Spiel. Schiedsrichter Markus Maucher vom FC Benningen hatte da kein leichtes Spiel. Da ließ man gerne auf beiden Seiten ein Bein stehen oder man zerrte und zupfte am Trikot. Die "Roten" aus Neusäß hatten in der ersten Halbzeit ein klares Übergewicht. Die Mannschaft überzeugte durch Technik und Schnelligkeit und war vor allem durch den farbigen Austin Indiavo brandgefährlich gegen die Abwehr um den starken Libero Miok. Der TSV Friedberg war da eher abwartend und er hatte etwas Glück, als er in der 11. Minute bei seinem ersten konkreten Angriffsversuch durch Andreas Kühnl zur 1:0-Führung kam.

Nur einmal Gnade vor Recht

Mendel im TSV-Tor musste anschließend zweimal meisterlich klären, um den Ausgleich zu verhindern. Der kam dann in der 28. Minute, als Nossek im Mittelfeld den Ball verplemperte und man dann Geib nur mehr mit langem Bein stoppen konnte. Der Unparteiische, der kurz zuvor schon zugunsten der Friedberger Gnade vor Recht ergehen ließ, gab Elfmeter und Geib selbst stellte den 1:1-Ausgleich her.

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Insgesamt hatten die Gäste mehr vom Spiel und die Tatsache, dass sie ab der 36. Minute mit nur zehn Mann auskommen mussten, machte sich dann in der zweiten Halbzeit nicht unerwartet bemerkbar. Nachdem sie zunächst Mendel im TSV-Tor erneut prüften, übernahmen mehr und mehr die Friedberger das Geschehen. Surauers Schuss streifte die Latte, Karakurt verfehlte knapp und dann wurde Surauer im Strafraum gefoult. Kapitän Andreas Kühnl selbst vollstreckte zum 2:1 und jetzt verlagerte sich das Spiel mehr und mehr in die Neusässer Hälfte. Chancen für die Mannschaft von Werner Heiß mehrten sich. Surauer, Karakurt und auch Holzberger und Lang gingen in die Spitze. Das Selbstbewusstsein wuchs und als dann Kühnl im Strafraum gelegt wurde, verwandelte Karakurt den Elfmeter zum 3:1. Den vierten "Elfer" in der 89. Minute schloss dann Surauer zum 4:1 für Friedberg ab. (pt)

TSV Friedberg Mendel; Miok, Hauber, Nossek, Marzahn (63. Dietmayer), Karakurt, Surauer, Kühnl (89. Makowski), Lang, Holzberger, Gosevic (71. Schulz). - Tore: 1:0 Kühnl (11.); 1:1 Geib Elfmeter 28.); 2:1 Kühnl (Elfmeter 72.); 3:1 Kasrakurt (Elfmeter 85.); 4:1 Surauer (Elfmeter 89.).

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