1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Von Feuerwehrfrauen und Gemeinderätinnen

Steindorf

24.03.2019

Von Feuerwehrfrauen und Gemeinderätinnen

Copy%20of%20Frauenpower(1).tif
2 Bilder
Die Frauen wollen die letzten Männerbastionen erobern: (von links) Wastlbäuerin Monika (Andrea Schmid), Dorfratschn Kathl Buchner (Franziska Vogt), Metzgerin Marlies Ederer (Theresa Reichlmayr), Bäckersfrau Resi Semmelmeier (Melanie Holzmüller).
Bild: Brigitte Glas

Im neuesten Stück der Steindorfer Theatergruppe leiden die Männer unter der Allgegenwart der „Weiber“.

Die Steindorfer haben ihre Theatergruppe wieder einmal gefeiert. Die Premiere des diesjährigen Stücks war vor ausverkauftem Haus ein voller Erfolg.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Es ist ja auch schlimm: „Überall san d’ Weiber“. Sie begnügen sich nicht mehr mit Kinder – Kirche – Küche. Nein, die Frauen wollen auch die letzten männlichen Dorfbastionen erobern: die freiwillige Feuerwehr und den Gemeinderat. Die treibenden Kräfte sind die Bäckersfrau Resi Semmelmeier (Melanie Holzmüller), die Metzgerin Marlies Ederer (Theresa Reichlmayr) und die Wastlbäuerin Monika (Andrea Schmid). Unterstützt werden sie von der Zeitungsausträgerin und Dorfratschn Kathl Buchner (Franziska Vogt).

Theater Steindorf: Feindliche Übernahme des Stammtisches droht

Bäckermeister Sepp Semmelmeier (Michael Dietrich), Metzgermeister Max Ederer (Richard Schmied) und Leo Wastl (Sebastian Klotz) schmieden Pläne, die feindliche Übernahme ihres heiß geliebten Feuerwehrstammtisches durch ihre Frauen zu verhindern, und greifen mithilfe von Opa Martl (Johannes Schuster) zu nicht ganz fairen Mitteln. Natürlich geht alles schief.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Für die Besucher bedeutete das zwei Stunden herzhaftes Lachen. Es gibt nur eine Möglichkeit, die Frauenpower zu bremsen: Die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung muss verhindert werden. Der Opa steht natürlich auf der Seite der Männer und will die Frauen außer Gefecht setzen, aber die Männer trinken den für die Frauen mit einem Abführmittel vermischten Schnaps – und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Jetzt haben es die Frauen auch noch in den Gemeinderat geschafft

Der dritte Akt spielt ein Jahr später: Die Frauen haben unaufhaltsam Posten in der Feuerwehr erobert und mit einer eigenen Liste erstmals den Einzug in den Gemeinderat geschafft. Da blieb den Herren der Schöpfung nur noch die Flucht in den neu gegründeten Schnupferklub, der satzungsgemäß für Frauen tabu ist. Dieser war aber auch die Chance für die drei Männer, durch eine List wenigstens einen Teil ihrer geraubten Gewohnheiten, zurückzuerobern. Dabei setzten sie auf ein starkes Gefühl ihrer Gemahlinnen, nämlich die Eifersucht. Antonia Bichler als Tochter der Bäckersleute und Christoph Pschorr als Elektriker Rudi tragen ebenfalls dazu bei, dass die Zuschauer viel zu lachen haben.

Und natürlich geht alles nicht so aus, wie man es erwartet hätte. Kurzum, die Premiere ist gelungen. Autorin Marianne Santl scheint die Steindorfer Verhältnisse zu kennen. In der dortigen Feuerwehr gibt es zwar einige Frauen, im Gemeinderat aber keine einzige. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen tragen viele zum Erfolg bei: Fritz Dietrich hat als Regisseur und Souffleur ganze Arbeit geleistet. Für die Maske sorgten Gabriele Dorschner und Andrea Dietrich und für den Bühnenaufbau Joachim Rudolf, Maximilian Rudolf und Klaus Bichler. Die Zuschauer wollten auch verköstigt sein. Darum kümmerten sich Sonja Pregler und Christian Krepold mit ihren Teams.

Gespielt wird noch ein paar Mal in den nächsten Tagen. Karten gibt es noch für Freitag, 29. März, um 19.30 Uhr, im Gasthaus Eder in Hofhegnenberg, bei Familie Klotz, Telefon 08202/8169, täglich 18 bis 20 Uhr, oder per E-Mail: klotzjosefsteindorf@gmail.com.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren