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02.06.2009

Von Friedberg nach Augsburg in einer Sekunde

Friedberg (kafe) - 13, 14, 15. Noch ist das Treppenhaus breit, der Aufstieg gemütlich. 57, 58. Die steinerne Stiege wird immer enger und steiler. Langsam heißt es: Kopf einziehen und gut festhalten, um nicht rückwärts wieder hinunterzupurzeln. 98, 99, 100 - geschafft. Genauso viele Stufen müssen Besucher hinaufsteigen, um die Aussichtsplattform des Friedberger Schlossturms zu erreichen.

Doch dort oben angekommen belohnt die tolle Aussicht über die Stadt für die Anstrengung. Während er im Winter wegen der Kälte geschlossen ist, steht der Turm in den Sommermonaten nun wieder für Besucher offen.

Nicht zum ersten Mal im Wittelsbacher Schloss sind Johann Sebald und seine Frau Beate Neumair-Sebald aus Gersthofen.

Alte Gebäude begeistern sie

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Sie haben das perfekte Ausflugswetter am Pfingstwochenende - nicht zu heiß und nicht zu kalt - genutzt, um wieder einmal hierherzukommen. "Uns interessieren historische Gebäude. Dieses Schloss ist ja uralt, aus dem 13. Jahrhundert", erzählt Sebald und schaut aus dem Fenster des Turms. Tatsächlich wurde die hochmittelalterliche Burganlage um 1257 vom Wittelsbacher Herzog Ludwig II. gegründet. Sie diente dem Schutz der bayerischen Zollstation an der Grenze zur Reichsstadt Augsburg.

"Das Wetter ist so gut, dass man auch bis nach Augsburg schauen kann", freuen sich auch Annette und Horst Vladar. Sie sind neu in der Gegend und deshalb gerade auf Erkundungstour. "Wir arbeiten uns von Ort zu Ort vor", sagt Annette Vladar lachend. Die Lage des Wittelsbacher Schlosses mit dem tiefen Graben findet sie faszinierend, ebenso den Baustil.

Die weiteste Anreise nach Friedberg hatten jedoch Aleah und Chris Sharpe. Sie kommen aus Seattle in den USA und machen gerade Urlaub in München. Weil sie kleine Orte viel lieber mögen als Großstädte, hat es sie ins Wittelsbacher Land verschlagen.

Nur durch Zufall im Schlossturm

"Ein Wegweiser hat uns dann zum Schloss geführt", erzählt Aleah Sharpe. Besonders toll finde sie, dass der Eintritt in den Turm kostenlos sei. Und ihr Mann erklärt, warum sich die beiden so sehr für Schlösser interessieren: "Bei uns gibt es ja leider keine."

Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.

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