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Ried

16.11.2019

Von Kindergarten bis Rathaus – in Ried geht viel voran

Der Umbau des Rieder Rathauses ist deutlich voran geschritten. Es ist nur eines von vielen Projekten in der rührigen Gemeinde.
Bild: Daniel Weber

Viel zu berichten gab es bei der Bürgerversammlung in Ried. Die Gemeinde hat etliche Projekte wie den Supermarkt umgesetzt und immer noch einiges vor.

Voll belegte Kindergärten, solide Finanzen und viele Projekte – darüber berichtete Bürgermeister Erwin Gerstlacher bei der jüngsten Bürgerversammlung. Diese fand im Rieder Hof statt und war mit rund 70 Bürgern sehr gut besucht.

Gerstlacher begann mit dem Einwohnerstand – sechs Personen mehr als im Vorjahr. Angesichts vieler Bauprojekte wie der Kienberger-Wohnungen in der Ortsmitte erwartet der Bürgermeister 2020 wieder einen Zuwachs. „Vom Alter her ist Ried sehr gesund“, freute sich Gerstlacher. Die älteste Frau in Ried sei 96 Jahre alt, der älteste Mann 92, das Durchschnittsalter betrage 41,7 Jahre. Damit stehe Ried an dritter Stelle der jüngsten Gemeinden im Landkreis. Vor Ried befänden sich nur Schmiechen und Adelzhausen.

Umso wichtiger ist die Kinderbetreuung. Dazu konnte der Bürgermeister Erfreuliches berichten. „Sowohl der Kindergarten als auch die Kinderkrippe sind voll besetzt. Mit 167 Kindern haben wir mehr Kinder als im Landkreisdurchschnitt“, sagte er. Hier bat der Bürgermeister alle Anwesenden um ihre Mithilfe, denn die Gemeinde sucht dringend eine Kinderpflegerin oder -pfleger.

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Kindergarten Baindlkirch wird erweitert

Veränderungen stehen beim Kindergarten Baindlkirch an: Bei der Einschreibung zeichnete sich der Bedarf für eine weitere Kindergartengruppe ab. Die Pläne für eine Krippe lagen bereits vor – doch ob nun Gruppe oder Krippe werde erst die Zeit zeigen. Somit werde ein sehr flexibles Raumkonzept benötigt. Den Förderantrag wird die Gemeinde noch nächste Woche stellen. Von den Baukosten in Höhe von 800000 Euro werden dann 476000 Euro gefördert.

Trotz der vielen Investitionen wie beim Supermarkt in der Ortsmitte, bei der Schule oder bei den Dorfplätzen der Ortsteile stehe Ried finanziell solide da. „Wir werden 2020 bei 2,5 Millionen Euro Rücklagen stehen“, sagte der Bürgermeister. Auch gehören der Gemeinde unter anderem noch ungefähr vier Hektar Bauland und verschiedene Äcker. Die Steuerkraft liege in Ried bei 925,77 Euro pro Einwohner. Dies bedeute den 14. Platz von 24 im Landkreis. „Die Einkommenssteuer ist neben dem Gewerbe bei uns die wichtigste Einnahmequelle“, sagte Gerstlacher.

Beim Umbau des Rathauses konnte Gerstlacher über deutliche Fortschritte berichten. Im „alten“ Sitzungssaal werden zwei zusätzliche Büros eingebaut. Der Sitzungssaal wurde in den Altbau verlegt, wo sich zuvor die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) befand. Diese ist bereits in die Räume im Obergeschoss des Altbaus umgezogen. Sie wird weiterhin zwei Gruppenräume, ein Intensivzimmer und ein Büro anmieten. „Es war mir wichtig, die SVE im Rathaus zu behalten, weil sie eine sehr gute Einrichtung für unsere Gemeinde ist“, sagt Gerstlacher.

Als nächstes kommt der barrierefreie Zugang zum Friedhof

In puncto Städtebauförderung Ortsmitte Ried wird das nächste Projekt in Angriff genommen. Als Erstes soll der barrierefreie Nord-Zugang zum Friedhof umgesetzt werden. Der zweite Bauabschnitt des Dorfplatzes in Ried (Gestaltung und Einbindung Bushaltestelle, Maibaum) ist erst für 2021 vorgesehen und danach (2021/2022) soll der barrierefreie Zugang zum Rathaus in Angriff genommen werden.

Beim Tagesordnungspunkt Verkehr stand wieder einmal das Thema Umgehungsstraße Süd oder Nord im Mittelpunkt der Ausführungen. Wie berichtet, leiden die Rieder seit Jahren unter dem massiven Durchgangsverkehr auf der Staatsstraße 2052. Bürgermeister Gerstlacher präsentierte die neuesten Erkenntnisse des für die Straße zuständigen Staatlichen Bauamts Augsburg.

Am 10. Juli dieses Jahres hatte es noch einmal eine Verkehrserhebung gegeben. Dabei wurden vor Ried 9600 Fahrzeuge gezählt, 2200 davon kamen von Kissing her. Das Staatliche Bauamt hat beide Umfahrungsmöglichkeiten – Variante Nord und Variante Süd – geprüft und den sogenannten „Prognose-Nullfall“ ermittelt, der das Verkehrsaufkommen für das Jahr 2030 unter Berücksichtigung der zu erwartenden verkehrlichen Änderungen prognostiziert. Eine Nordumfahrung ergäbe demnach eine größere Entlastungswirkung für Ried als die Süd-Variante. Sie ergäbe eine Gesamtentlastung für die Orte Hörmannsberg und Ried von rund 9000 Fahrzeugen.

Die Kosten für die Nordtrasse werden auf rund 15,9 Millionen Euro, für die Südtrasse auf 12,3 Millionen Euro geschätzt. Bürgermeister Erwin Gerstlacher will im Januar beim Ministerium einen Antrag auf Neubewertung der Dringlichkeit stellen, da sich Ried mit der Ortsumfahrung Ried-Hörmannsberg derzeit nur auf der Dringlichkeitsstufe 2 befindet. Auch stehen Gespräche mit Mering und Kissing an, die ja von der Umgehung tangiert werden.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Gefahren auf dem Schulweg

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