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Halbmarathon

14.09.2015

Von den Zuschauern ins Ziel getragen

Beim Start hieß es gleich Vollgas – auch für das mitlaufende Hühnchen.

Top-Athleten und Spaßvögel verwandeln den Kurs in Friedberg in ein buntes Feld. Warum nicht nur einheimische Läufer zu kämpfen haben.

Bunte Vögel, Top-Athleten und jede Menge Schweiß – das alles gehört zum Friedberger Halbmarathon dazu. Der Spaß kam bei der 13. Auflage auch nicht zu kurz. Viele entschlossen sich kurzfristig teilzunehmen. Etwa 80 Personen nutzten die Chance, sich am Wochenende nachzumelden, manche warteten bis kurz vor dem Startschuss. Dennoch kamen weniger Läufer als im Vorjahr ins Ziel. Egal ob eine Runde (5,3 Kilometer) oder die volle Distanz (vier Runden) – viele Teilnehmer hatten mit den warmen Temperaturen zu kämpfen. So auch Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann. Nach zwei Runden war für den Mann mit der Startnummer 1111 Schluss. Auf der ersten Runde ging es noch: „Da haben wir uns noch recht nett unterhalten. Spätestens ab der zweiten Runde war es dann vorbei. Es wurde immer stiller auf der Strecke.“

Im Gegensatz zum Treiben am Straßenrand. Hunderte Zuschauer jubelten den Athleten zu und feuerten sie an. Mehrere Trommlergruppen, darunter auch die Asylbewerber vom Autefa-Gelände sorgten für die entsprechende Motivation. Ob in einem Hünchenkostüm, mit Kinderwagen oder in Begleitung eines Hundes – jeder gab sein Bestes. So auch vier Niederländer. Harrie Stempher war bereits im vergangenen Jahr am Start. Zusammen mit drei Freunden ließ er sich nicht nehmen, erneut mitzulaufen: „Es ist einfach toll hier. Die Stimmung ist fantastisch und wir fühlen uns sehr wohl. Man wird von den Zuschauern ins Ziel getragen.“ Stempher war nach zwei Runden sehr erschöpft, aber glücklich: „Der Kurs ist okay, aber der Berg ist echt hart. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung.“ Das niederländische Quartett kam über Bekannte aus Landsberg auf die Idee, mitzumachen. Sie waren in Österreich im Urlaub und auf dem Heimweg schauten sie in Friedberg vorbei.

Familie Kunzmann geht es nicht ums Gewinnen

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Während die Topläufer in Abwesenheit vom verletzten Titelverteidiger Andrew McLeod, der unter den Zuschauern war, den sportlichen Sieger ermittelten (siehe eigener Bericht auf Seite 8), stand für die meisten der Spaß im Vordergrund. So auch für Familie Kunzmann.

Drei Generationen gingen an den Start. Eduard lief zusammen mit seinen Söhnen Elias und Philipp sowie Vater Daniel. Nach einer Runde war für die vier dann Schluss. „Mit den Kindern geht es nicht um die sportliche Leistung, sondern ums Dabeisein“, sagt Eduard Kunzmann.

Unter dem selben Motto gingen auch die Asylbewerber vom Autefa-Gelände, die vom ehrenamtlichen Helfer Klaus Lohmann auf den Halbmarathon vorbereitet wurden, an den Start. Nawras Hussein schaffte zwei Runden und war zufrieden: „Es war anstrengend. Wir haben ein bisschen geübt – insgesamt eine tolle Sache.“

Zufrieden war auch Helmut Schamberger vom Organisationsteam, obwohl nicht ganz so viele Läufer am Start waren: „Es hat alles geklappt. Die Leute sind glücklich und die Zuschauer haben auch alles gegeben. Wegen dem heißen Sommer haben viele nicht trainieren können. Vielleicht sind deshalb viele nicht an den Start gegangen.“ Nach dem Halbmarathon ist vor dem Halbmarathon. Im Zielbereich hatten die Läufer bereits die Möglichkeit sich für das Jahr 2016 anzumelden.

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