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Kultur

29.01.2020

Von der schwierigen Suche nach Freundschaften

Agnes Liberta, Raphael Kestler teilen mit dem neuen Eichhörnchen Anne-Kathrin Abel die Nüsse (von rechts).
Foto: Manuela Rieger

Anne-Kathrin Abel, Agnes Liberta und Raphael Kestler spielen in der Rothenberghalle das Kindermusiktheater „Das neue Eichhörnchen“. Darin geht es um mehr als um Tiere

Viele Kinder wollten beim sechsten Kindermusiktheater der Freunde des Musiksommers in die Aula der Konradin-Realschule dabei sein. Und am Ende der Vorstellung waren sich die kleinen Zuhörer einig: „Wir wollen die Tiere des Waldes im nächsten Jahr wiedersehen.“ Nüsse sammeln, zählen und sortieren, jeden Tag und strikt nach Plan – gibt es Wichtigeres für ein Eichhörnchen? Und das Leben aller Waldtiere kann ganz schön beschwerlich und unterschiedlich sein. Doch der Bär freut sich immer, dem fleißigen Eichhörnchen einen Besuch abzustatten. Da taucht eine neue Bewohnerin im Wald auf. Wo kommt sie her? Wie heißt sie? Welche Sprache spricht sie?

Das „neue Eichhörnchen“ (Anne-Kathrin Abel), ist alleine und kommt während seiner Wanderung in das Revier der Nüssesammlerin Nr. 1, gespielt von Agnes Liberta. Der gitarrespielende Bär (Raphael Kestler) hilft der Nüssesammlerin manches Mal, doch der Sammlerin geht das zu langsam. Die anwesenden Kinder halfen und riefen laut, wo noch Nüsse versteckt waren. Auch wussten alle Kinder, welche Tiere des Waldes gesucht waren.

Das fremde Eichhörnchen bemüht sich sehr, den beiden anderen zu gefallen und diese als Freunde zu finden, leider erfolglos. Die anderen Tiere wollen nichts mit ihm zu tun haben. Aber warum? Das neue Eichhörnchen kann nicht sprechen, nur musizieren und Klarinette spielen. Oder spricht es eine andere Sprache? Sind das Gründe, auf Ablehnung zu stoßen?

Die Nüssesammlerin Nr. 1 möchte das fremde Eichhörnchen kennenlernen, nimmt ihr eigenes Wörterbuch zur Hand und versucht das Neue zu begrüßen: In Deutschland sagt man „guten Tag“, in England „Hello“ und so weiter. Alle Sprachen werden versucht, doch als Antwort hören Bär und Nüssesammlerin nur Klarinettentöne. Das Stück dreht sich um Identitäten und Interaktionen, um das Dazugehören und das Außen-vor-Bleiben, um Freundschaft und Fremdheit. Zur Nacht ist das fremde Eichhörnchen allein im Wald, und ein Gewitter zieht auf. Die Nüssesammlerin fürchtet sich, und der Bär steht ihr zur Seite. Beide sorgen sich um das fremde Eichhörnchen und suchen es. Zum Schluss sind alle zusammen und alle Tiere des Waldes sagten auf Wiedersehen.

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