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Kissing

13.09.2019

Wackelt das Fundament der Kissinger  Aussegnungshalle?

Die Aussegnungshalle des Kissinger Friedhofs ist in einem schlechten baulichen Zustand. Wann die Sanierung beginnen kann, ist noch unklar.
Bild: Philipp Schröders

Der Zustand des Gebäudes am Kissinger Friedhof erhitzt die Gemüter der Gemeinderäte. Und aus einer Doppelhaushälfte soll eine Kindertagespflege werden.

Ein Baugrundgutachten bringt fördert es zutage: Das vorhandene Fundament unter der Aussegnungshalle auf dem Kissinger Friedhof stimmt mit dem planmäßig erforderlichen nicht überein. Dieses Ergebnis aus der Untersuchung, die Bauamtsleiter Alfred Schatz für notwendig gehalten hatte, erhitzte die Gemüter der Kissinger Räte bei der aktuellen Bauauschusssitzung erneut.

Wie berichtet, ist die Aussegnungshalle in einem sehr schlechten Zustand und muss dringend saniert werden, was für das Jahr 2019 auf der Agenda der Gemeinde steht. Allerdings wird sich das noch etwas hinziehen, denn aus dem Gutachten kann nicht genau ersehen werden, wie tragfähig das Fundament noch ist. Dies könne erst nach dem Urlaub des mit der Aufgabe betreuten Diplom-Ingenieurs Gerold Bernhardt eruiert werden, so Schatz.

Auf Nachfrage Ludwig Asams von den Grünen, ob die Gemeinde Kontakt zum Architekten Herbert Bühler aufgenommen habe, äußerte Schatz: „Er ist angeschrieben worden“. Im Hinblick auf eine mögliche Sanierung hatte Bühler zu unserer Zeitung gesagt: „Ich bin gerne bereit, die Sanierung zu unterstützen. Ich verfüge auch noch über die Originalpläne der Aussegnungshalle und stelle die gerne zur Verfügung.“ Nun wolle er erst einmal abwarten, was das aktuelle Gutachten ergebe.

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Und dies zieht sich noch etwas hin. Denn Bürgermeister Reinhard Gürtner insistierte: „Wir gehen da ran, ich will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern die Ursache und daher müssen wir abwarten, was genau mit dem Fundament ist.“

Reitplatz: Vom Schwarzbau zur legalen Anlage

Wie berichtet, haben der Reitplatz und Longierzirkel an der Adresse Mergenthau 10 schon öfter für Aufregung gesorgt. Erst sollten die Kissinger Räte die Anlage nachträglich genehmigen, obwohl diese bereits als Schwarzbau existiert hatte. Und dann hatte der vorgelegte Plan des beauftragen Büros Arnold Consult für Erstaunen im Kissinger Rathaus gesorgt. Dieser zeigte nämlich einen zweiten Longierzirkel statt des einen Vorhandenen. Außerdem befanden sich auch Parkplätze und eine Überdachung des bereits angelegten Longierzirkels auf den Plänen. Schließlich stimmte der Gemeinderat am 26. Februar dieses Jahres den noch einmal modifizierten Plänen zu. Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung lag der Entwurf vom 8. Juli bis 9. August im Rathaus aus. Es waren keine gravierenden Einwände gegen das Vorhaben eingegangen. Der Punkt „Reitplatz“ wird in der nächsten Gemeinderatssitzung am 19. September noch einmal behandelt.

Erweiterung im Gewerbegebiet Süd geplant

Die Firma „Heim und Handwerk Kissing“ möchte ihr Grundstück in Richtung Süden erweitern und zusätzlich im Norden ein Betriebsleiterhaus errichten. Das Unternehmen hat bereits das Büro Arnold Consult mit der Erarbeitung einer möglichen Bebauungsplanänderung beauftragt. Diplom-Ingenieur Volker Kirtscher stellte auch diese den Kissinger Räten vor. Demnach will das Unternehmen eine Stellfläche für ihre Anhänger bepflastern, weshalb sich die Baugrenze von fünf auf drei Meter zur Straße verringere. Bauamtsleiter Alfred Schatz gab zu bedenken, dass im Boden südlich der Römerstraße Altlasten sein könnten. Wenn der Boden versiegelt werde, stelle dies aber kein Problem dar. Fraktionsvorsitzender Franz-Xaver Sedlmeyr von der CSU merkte an, dass bereits im letzten Jahr eine Betriebsleiterwohnung im Obergeschoss gebaut worden sei. Diese müsse dann wieder wegfallen, da nach dem Baugesetz nur eine Betriebsleiterwohnung gestattet sei. Es erging eine Empfehlung an den Gemeinderat, dass der Bauherr alle Kosten zu tragen habe, auch wenn nicht das gewünschte Ergebnis erzielt werde.

Aus einer Doppelhaushälfte wird eine Kindertagespflege

Die seit längerem leerstehende Doppelhaushälfte in der Schulstraße 7 soll in eine Kindertagespflege umgenutzt werden. Träger und Bauherr ist der Landkreis Aichach-Friedberg. Gemeinderat Wolfgang Hörig von den Freien Wählern betonte: „Ich bin froh, dass jemand so eine tolle Idee hat“. Bürgermeister Reinhard Gürtner schloss sich dem hundertprozentig an. Die Kindertagespflege soll bis zu zehn Kinder aufnehmen. Gegen das Vorhaben bestand im Bauausschuss keine Bedenken.

Lesen Sie auch den Artikel: Aussegnungshalle in Kissing: Das Urheberrecht beachten

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