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Stichwahl

15.03.2020

Wahl: Mayer und Hummel müssen in Mering in die nächste Runde

Die Meringer müssen in 14 Tagen noch einmal zur Wahlurne. In einer Stichwahl treten Florian Mayer für die CSU und Stefan Hummel für die SPD an.
Bild: E. Weizenegger

Plus Für die CSU und die SPD entscheidet sich erst in zwei Wochen, wer ins Rathaus einziehen wird. Nicht alle Kandidaten sind mit ihrem Ergebnis zufrieden.

Den ganzen Tag über warteten die fünf Bürgermeisterkandidaten gespannt auf das Ergebnis der Kommunalwahlen. Diesmal trafen sich die Bewerber nicht wie üblich im Sitzungssaal der Mehrzweckhalle, um dort gemeinsam mit zu verfolgen, wer sich bei den Wählern durchsetzt. Die Ausbreitung des Coronavirus machte Gloria Lipert (AfD), Petra von Thienen (Grüne), Mathias Stößlein (UWG), Stefan Hummel (SPD) und Florian Mayer (CSU) einen Strich durch die Rechnung.

Stefan Hummel will für die SPD noch weitere Meringer überzeugen

Und sogar die Ausweichveranstaltungen mussten in kleinerer Runde stattfinden. Kurzentschlossen verzichtete die CSU auf das Treffen im Lokal von Acky Resch und traf sich mit Bürgermeisterkandidat Florian Mayer im Restaurant Da Daniele. Am Nebentisch stieg die Spannung bei Petra von Thienen, der Kandidatin der Grünen, und ihren Wahlkampfhelfern. In den Michaelsstuben war Mathias Stößlein von der UWG mit seinem Team versammelt, um dort zu sehen, wie die Wahl ausging. Stefan Hummel hatte zunächst geplant, mit seinen Mitstreitern von der SPD in der Masseria auf die Ergebnisse zu warten, doch er traf sich dort in kleiner Runde gemeinsam mit seiner Familie. Gloria Lipert verfolgte im Rathaus ihr Abschneiden.

CSU verspricht Unterstützung der Meringer statt Wahlkampf

Schon im Vorfeld zeichnete sich ab, dass in Mering am Wahlsonntag noch nicht entschieden ist, wer künftig der neue Bürgermeister sein wird. Zu groß war die Zahl der Kandidaten, damit es einer im ersten Wahlgang schaffen konnten. Und so müssen sich Florian Mayer von der CSU und sein Gegenkandidat Stefan Hummel von der SPD zwei Wochen gedulden und sich am Sonntag, 29. März, nochmals den Votum der Wähler stellen.

„Ich bin überglücklich und freue mich, dass sich die viele Arbeit von meinem Team und mir in den letzten Wochen gelohnt hat“, sagte Stefan Hummel, als er sein Wahlergebnis von 28,7 Prozent live am Ipad verfolgte. Jetzt gelte es, in den nächsten 14 Tage alle anderen Meringer von seiner Fachkompetenz zu überzeugen.

In Mering verfolgt Stefan Hummel von der SPD das Wahlergebnis. Foto: Eva Weizenegger
Bild: Eva Weizenegger

Florian Mayer freute sich: „Es ist natürlich schön, dass mich so viele Meringer gewählt haben und ich in diesem Wahlgang mit 34,7 Prozent vorne liege.“

Florian Mayer von der Meringer CSU führt mit 34,7 Prozent der Stimmen. Foto: Eva Weizenegger
Bild: Eva Weizenegger

In den nächsten zwei Wochen will er ebenfalls die Meringer mit seinen Zielen erreichen. „Wir werden unsere Aktivitäten aber statt Wahlkampf vor allem auf die Unterstützung der Meringer in Zeiten der Coronakrise setzen“, sagte er.

Nicht zufrieden ist Petra von Thienen. Die Grünen-Bürgermeisterkandidatin holte, entgegen des bundesweiten Aufwärtstrends der Grünen 10,6 Prozent der Wählerstimmen.

Petra von Thienen ist vom Wahlergebnis in Mering enttäuscht. Foto: Eva Weizenegger
Bild: Eva Weizenegger

„Scheinbar wurde die grüne Arbeit der letzten Jahrzehnte nicht honoriert“, sagte sie. Eine Wahlempfehlung für die Stichwahl werde es von den Grünen nicht geben. „Für mich persönlich zählt jedoch die kommunalpolitische Erfahrung eines Kandidaten sowie die Perspektive auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm“, betonte sie.

Gloria Lipert startete für die AfD als Bürgermeisterkandidaten und erzielte 2,5 Prozent. „Es war klar, dass ich als kommunalpolitischer Neuling hier in Mering nicht gleich ein zweistelliges Ergebnis einfahren werde.“

Mathias Stößlein hat es für die UWG in Mehring nicht geschafft ins Rathaus einzuziehen. Foto:Eva Weizenegger
Bild: Eva Weizenegger

Mathias Stößlein von der UWG erzielte dagegen als Newcomer 23,4 Prozent. „Wir waren direkt am Wahlabend bereits bei Florian Mayer, Petra von Thienen und Stefan Hummel, um ihnen unsere Zusammenarbeit anzubieten“, sagte Stößlein. Jetzt gelte für die UWG: „Wahlkampf war gestern.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Stichwahl: Ein Ruck muss durch Mering gehen

Wie der Wahlabend im Landkreis Aichach-Friedberg verlief, können Sie hier nachlesen:

Wahl im Kreis Aichach-Friedberg: Metzger bleibt Landrat - alle Ergebnisse

Detaillierte Ergebnisse für Mering lesen Sie hier:

Gemeinderat- und Bürgermeister-Wahl in Mering: Die Ergebnisse zur Kommunalwahl 2020

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