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Friedberg

24.08.2018

Wahlkampf mit Sonnenblumen bei Tropenhitze

Stefan Reichelt informiert sich am Grünen-Infostand in Friedberg: (von links) Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze, Landtagskandidatin Christina Haubrich, Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz sowie Bezirkstagskandidatin Claudia Eser-Schuberth.
Bild: Mareike König

Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze hat in Friedberg halt gemacht. Was die Bürger in Bayern und im Landkreis besonders beschäftigt.

Sonnenblumen, grüne Getränke – in Gläsern, nicht aus Plastik: Ein Infostand der Grünen, wie man ihn kennt. Am Mittwochnachmittag bekamen die örtlichen Kandidatinnen beim Straßenwahlkampf prominente Unterstützung. Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze kam nach Friedberg, um den Kolleginnen bei der Aktion vor St. Jakob unter die Arme zu greifen.

Mit einer halben Stunde Verspätung fährt Schulze vor. Ihr Programm der vergangenen 24 Stunden? Am Dienstagabend: Festzelt Dachau. Am Mittwoch: Termine in Augsburg mit Unternehmern, dann Besuch auf dem Biobauernhof, dann noch Straßenwahlkampf in Friedberg. Das klingt nach einem anstrengenden Pensum. „Das finde ich gar nicht“, sagt Schulze und lacht. Der Kontakt mit den Menschen, das Reisen gebe ihr Energie. Seit zehn Jahren ist Schulze politisch aktiv, trotzdem fühle sich dieser Wahlkampf anders an: „Die Leute sind anders politisiert als früher“, sagt sie.

Welche Themen beschäftigen die Menschen besonders? Das sei von Region zu Region unterschiedlich, berichtet Schulze. Christina Haubrich, Landtagskandidatin aus Merching, stößt im Gespräch mit Bürgern im Landkreis immer wieder auf grüne Anliegen: Die Osttangente werde immer wieder angesprochen, so Haubrich. Dazu sei der Flächenfraß ein großes Thema.

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Am Mittwochnachmittag wollen allerdings nur wenige Friedberger mit den Kandidatinnen sprechen. Die meisten lassen sich eine Sonnenblume schenken und gehen weiter. Wenn doch jemand stehen bleibt, um sich zu informieren, dann bewegt sich das Thema schnell Richtung Landwirtschaft. Ein Bürger bremst mit seinem Fahrrad vor dem Infostand und lässt sich von drei Grünen in ein Gespräch verwickeln. Sein Anliegen: die Subventionen für Bauern und heuer womöglich noch eine staatliche Unterstützung zusätzlich für Ernteausfälle. Dafür hat er kein Verständnis: „Die bekommen einfach das Geld, und andere müssen sich für acht Euro an die Kasse stellen.“

Das Thema Gerechtigkeit treibt auch Stefan Reichelt um. Eigentlich sei er klassischer SPD-Wähler, sagt er. Aber von der Partei höre man im Wahlkampf überhaupt nichts. Länger als eine halbe Stunde unterhält er sich mit Ekin Deligöz, die für die Grünen im Bundestag sitzt. Sie ist aus Neu-Ulm angereist, um ebenfalls in Friedberg beim Wahlkampf zu unterstützen. Und Schulze mitzunehmen, für ihren nächsten Auftritt am Abend.

Als Reichelt sich verabschiedet, hat er eine der Sonnenblumen in der Hand. Bei welcher Partei er im Oktober tatsächlich sein Kreuzchen macht, da möchte er sich noch nicht festlegen.

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