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Jugend forscht

16.02.2018

Warum fließt der Ketchup nicht?

Die Viskosität von Ketchup und was sie beeinflusst untersuchten (von links) Anna Balling, Anna Lidl und Anja Schröppel.
Bild: Stefan Balling

Anna Balling aus Rederzhausen sucht Gründe, warum die rote  Soße nicht aus der Flasche will  .

Wer kennt es nicht? Der Ketchup will einfach nicht aus der Glasflasche fließen, man schüttelt und klopft – und dann kommt eine große Ladung auf einmal heraus. Anna Balling aus Rederzhausen stellte sich zusammen mit zwei anderen Schülerinnen des Augsburger Stetten-Institutes die Frage, warum das so ist. Das Ergebnis stellen sie beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ in Augsburg vor.

Die Mädchen haben zwei verschiedene Ketchupsorten auf ihre Dünnflüssigkeit, auch Viskosität genannt, untersucht. Um gleiche Versuchsbedingungen zu gewährleisten, wurde in einem Trichter-Modell getestet. Betreut wurden die Schülerinnen von der Lehrerin Gabriele Taiber; die Materialien stellte die Schule zur Verfügung.

Temperatur ist ein wichtiger Faktor

Zunächst haben die drei untersucht, ob sich die Temperatur auf die Fließfähigkeit auswirkt. Anna stellte fest: Je wärmer der Ketchup ist, desto leichter kommt er aus der Flasche. „Bei Zimmertemperatur klappt es wesentlich leichter als frisch aus dem Kühlschrank“, resümiert die Schülerin. Die ideale Fließtemperatur von 50 Grad sei aber nicht umsetzbar, da es sich dann schon um eine Tomatensoße handeln würde. Schütteln vor dem Ausgießen bringt der 13-Jährigen zufolge aber in jeden Fall etwas: „Die Moleküle sind dann in Bewegung und der Ketchup fließt schneller heraus.“ Auch dies haben die Tests der jungen Forscherinnen nachgewiesen.

Gibt es Unterschiede zwischen den Marken?

Wesentliche Unterschiede zwischen den Marken konnten die dabei nicht feststellen. In einem dritten Versuch legten Anna und ihre Freundinnen den Versuchstrichter mit einer Teflon-Folie aus, um zu überprüfen, wie sich die Oberfläche auf die Fließfähigkeit auswirkt. „Bei dem mit Teflon beschichteten Trichter lief der Ketchup schneller heraus und es fanden sich weniger Reste“, verdeutlicht Anna das Ergebnis. Leider sei eine Teflonbeschichtung in Glasflaschen für Ketchup zu teuer, als dass die Idee von den Herstellern aufgegriffen werden könnte.

Mit ihrem jetzigen Wissen klappt das Ketchupausgießen wesentlich besser – und Freude gemacht hat das Experiment den Schülerinnen auch. „Es wäre schön, wenn wir etwas gewinnen, aber Hauptsache, es hat Spaß gemacht“, meint Anna. Später will die 13-Jährige, die in ihrer Freizeit Kampfkunst betreibt und Ballett tanzt, Archäologin werden. „Doch bis dahin ist noch Zeit und ich bin für alle Wege offen“, erklärt die Hobbyforscherin ihre Pläne für die Zukunft.

Jugend forscht

Der Wettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ findet am 21. und 22. Februar im MAN-Museum statt.  

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