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Persönlichkeitstraining

16.09.2014

Was der Mensch vom Pferd lernen kann

Pferde lügen nicht: Tessa Bauer (links), die den Reitbetrieb in der Western-City leitet, mit Coach Daniela Linke-Slawinski Foto: Western-City

In der Dasinger Western-City bietet Daniela Linke-Slawinski Seminare für Führungskräfte an

Ein Erlebnispark als Ort für ein Führungskräfteseminar? „Warum denn nicht?“, findet Daniela Linke-Slawinski. In der Dasinger Western-City führt sie pferdegestützte Coachings durch, bei denen die Tiere quasi als Spiegelbild der menschlichen Persönlichkeit fungieren. „Menschenflüstern“ hat sie dazu ihr neues Seminar genannt, das von Mittwoch bis Freitag, 24. bis 26. September, stattfindet.

Daniela Linke-Slawinski arbeitet als Coach, unter anderem für Führungskräfte und Manager, und begleitet persönliche und private Entwicklungsprozesse. Sie hat nach eigenen Angaben bereits über 500 Coachings durchgeführt und ist seit 2001 Chefin des eigenen Unternehmens mit Sitz in München. In der Westernstadt von Fred Rai glaubt sie, den richtigen Ort gefunden zu haben. „Hier dürfen die Männer mal wieder große Jungs sein und die Mädchen ihre burschikose Seite zeigen. Und beide Geschlechter werden eine Menge über sich und ihr Führungsverhalten lernen“, verspricht sie.

Aufs Pferd müsse dabei niemand steigen, aber mit dem Pferd arbeiten. Die Teilnehmer erfahren, was es heißt, klar und eindeutig zu kommunizieren. „Im Gegensatz zu Menschen lügen Pferde nicht und reagieren ausschließlich auf das, was sie meinen – nicht auf das, was sie sagen“, erklärt Daniela Linke-Slawinski, weshalb Pferde als Co-Coaches so wunderbar geeignet sind. Weil die Reaktion der Pferde sofort und unmittelbar erfolgt, sei pferdegestütztes Coaching auch so effektiv und schnell.

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Als Fluchttiere sind Pferde von Natur aus auf Sicherheit bedacht. Schutz bietet ihnen dabei die Herde, in der es klare Regeln und Hierarchien gibt. „Pferde besitzen einen untrüglichen Spürsinn dafür, ob sie ihrem Gegenüber vertrauen können und wie viel Respekt sie jemandem erweisen müssen“, sagt dazu der Coach. Pferde hätten die Fähigkeit, Menschen wieder mit ihrer emotionalen Intelligenz in Kontakt zu bringen. Selbstzweifel könnten auf diese Weise überwunden und persönliche Souveränität entwickelt werden. Daniela Linke-Slawinski geht dabei auch auf die Unterschiede ein, die Männer und Frauen in ihrem Führungsverhalten zeigen.

Um von einem Pferd als „Chef“ anerkannt zu werden, bedarf es einer klaren Körpersprache und konsequenten Handelns. Fred Rai, der Gründer der Western-City, lehrt das schon seit über 30 Jahren. Er hat den für das Pferd schmerzfreien Rai-Reitstil entwickelt, der auf Psyche und Verhaltensweise der Pferde beruht und bei dem der Mensch zum Leittier der Tiere wird. Dass seine Methode zur Ausbildung von Pferden funktioniert, wurde mittlerweile auch wissenschaftlich nachgewiesen durch zwei Masterarbeiten an der Universität München-Weihenstephan. „Die Philosophie von Fred Rai, das Rai-Reiten und mein Coaching passen wunderbar zusammen“, ist Linke-Slawinski überzeugt. Es gebe viele Gemeinsamkeiten.

Ausklang am Lagerfeuer

So lassen sich vielleicht auch beim Seminar gemachte Erfahrungen abends am Wild-West-Lagerfeuer noch vertiefen und diskutieren. Dafür ist Fred Rai mit zuständig, der nicht nur Pferdeexperte, sondern auch echter Cowboy ist. Beim Barbecue und zu Western-Musik sollen die Coachingabende in lockerer Event-Atmosphäre ausklingen. (FA)

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