1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Weißwurstkönigin der Herzen kommt aus Kissing

Kissing

15.10.2018

Weißwurstkönigin der Herzen kommt aus Kissing

Copy%20of%20GlasblasenSushila.tif
2 Bilder
Sushila Sara Mai aus Kissing wurde Dritte bei der Wahl zur Weißwurstkönigin 2018.
Bild: Till Haunschild

 Sushila Sara Mai aus Kissing holt sich einen Platz auf dem Treppchen. Die 40-Jährige kann von der bayerischen Spezialität nicht genug bekommen

Für die Kissingerin Sushila Sara Mai ging es am Wochenende in Bodenmais bei der Wahl zur Weißwurstkönigign 2018 wortwörtlich um die Wurst. Dabei konnte sich die 40-Jährige als eine von sieben Finalistinnen auf Platz drei behaupten. 55 Bewerberinnen aus allen Regierungsbezirken Bayerns wollten diesen Titel. Sogar Bewerbungen aus Österreich, Hessen und Baden-Württemberg wurden eingeschickt. „Es war schon eine Riesenehre, dass ich unter den sieben Finalistinnen war“, sagt Sushila Sara Mai, die im Joska-Glasparadies in Bodenmais (gleich beim Weißwurst-Äquator) mit den anderen sechs Damen um das Amt der Weißwurstkönigin 2018 konkurrierte.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Natürlich habe sie „ein weinendes Auge“, so die Schauspielerin. Denn ihr sei es auch darum gegangen, zu zeigen, dass „Bayern bunt ist“, dass auch „Eine, die so untypisch bayerisch aussieht, Bayern würdig vertreten kann.“ Doch der Stolz und die Freude, dabei gewesen zu sein, überwiegen. „Ich habe alles richtig gemacht“, sagt Mai. Wenn sie nochmal kandidieren würde (was nicht geht, da 40 Jahre die Altersobergrenze ist), würde sie alles genau so machen.

Aus den sieben Königin-Finalistinnen wurde schließlich die 28-jährige Ramona Nadler aus Münchsmünster von der Jury zur 5. Bayerischen Weißwurstkönigin gewählt. Schirmherr der Königinwahl war auch heuer der ehemaliger Minister Helmut Brunner.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

„Die Bewerberinnen um die begehrte Krone mussten allerlei Aufgaben absolvieren und dabei unter den prüfenden Augen der Jury punkten“, erzählt Sushila Sara Mai. „Als Erstes mussten wir uns alle vorstellen und erklären, warum wir für das Amt der Weißwurstkönigin kandidieren.“

Bei ihr nicht schwer. Bereits in ihrer Kindheit entdeckte die heute 40-Jährige ihre Liebe zur Weißwurst. „Als Kind aß ich sechs Stück“, erzählt sie lachend. „Ich wurde quasi mit der Weißwurst statt mit der Muttermilch großgezogen“, kramt sie in Erinnerungen. Weiter mussten die Königinanwärterinnen ein Weißwurst-Quiz über sich ergehen lassen. Mai konnte hier ihr umfangreiches Wissen über die Weißwurst unter Beweis stellen. Die dritte Aufgabe war schon etwas schwieriger. „Wir mussten ein Gstanzl schreiben“, erzählt Mai. Vorkommen sollten die Wörter „Wursthaut“, „Metzgerei“ und „süßer Senf“. Aber auch diese Aufgabe hat sie bravourös gemeistert und wurde bei ihrem Vortrag sogar musikalisch begleitet. „Bei der vierten Aufgabe mussten wir Finalistinnen uns einen Partner aussuchen. Unsere Hände wurden festgebunden und wir mussten einer Weißwurst die Haut abziehen und dann essen“, lacht Sushila Sara Mai. Gewonnen hat dann das Paar, das zuerst fertig war.

Statt Königin wird sie Prinzessin

„Ein ganz toller Moment war auch, als die Silberbergsänger zum Abschluss der Wahl die bayerische Hymne anstimmten“, erzählt die Kissingerin. Sie ist sehr dankbar über den „herrlichen Tag“.

Schon mittags gab es Weißwürste und die waren einfach göttlich“, schwärmt die Weißwurstprinzessin (eine Wortkreation des Moderators Thomas Mayer). Die SchlemmerMetzgerei Einsle aus Bodenmais, die zu den Organisatoren zählt, ist übrigens die einzige Metzgerei in Bayern mit eigener Weißwurst-Schule.

Auch den Nachmittag im Bayerischen Wald mit den anderen Finalistinnen und die Wahl am Abend wird Mai nicht so schnell vergessen. „Mit drei der Finalistinnen stehe ich in Kontakt“, erzählt sie mit leuchtenden Augen.

Und Sushila Sara Mai bleibt auch in Zukunft „der Weißwurst treu“. An ihrem Motto, dass die Qualität bei Lebensmitteln über die Quantität gehe, hält sie fest. Ihrer Meinung nach ist es eine weit verbreitete Unsitte, die Weißwurst nicht mehr beim örtlichen Metzger, sondern im Tiefkühlregal zu kaufen. Vom Fach sei sie zwar nicht, räumt die Finalistin ein, aber am Land kaufe man ja Wurst und Fleisch immer beim Metzger und nicht beim Discounter.

Und obwohl die Weißwurstprinzessin keine Weißwurstkönigin wurde, ist sie doch die Königin der Herzen. „So nannten mich meine Kinder“, freut sich die Zwillingsmutter. Für ihre neunjährigen Buben Adrian und Marius und ihren Mann Till, die sie kräftig anfeuerten, ist und bleibt sie eine wahre Königin.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren