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Bund und Länder wollen Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränken
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24.07.2010

Weit über dem Landesdurchschnitt

Die Schulbesten der Hauptschule Kissing waren zur Freude von Rektor Hermann Staffler (von links) Patricia Hommers (1,61), Aileen Fendt (1,88) und Michaela Glöggler (1,63). Foto: Dieter Trautwein
Bild: Dieter Trautwein

Kissing Die Reihe der erfolgreichen Jahre setzt sich fort an der Hauptschule Kissing. Glückliche Gesichter und eine total gelöste Stimmung prägten die Abschlussfeier in der Aula, an vorderster Linie natürlich die der Mädchen und Buben, die im Mittelpunkt standen und ihre Zeugnisse erhielten. Aber auch Rektor Hermann Staffler und die Klassleiter Josef Felch und Werner Wolff strahlten, konnten sie doch verkünden, dass die Kissinger Einrichtung im Gesamtergebnis wieder weit über dem Landesdurchschnitt liegt.

"Zieh' Deine Schuhe aus!" Leise Verwirrung herrschte erst einmal, als Staffler mit dieser Forderung seine Rede begann und alte Treter auf ein Podest stellte. Von der Schulreife, die auch heute noch gerne anhand der Tatsache festgestellt wird, ob ein Kind sich die Schuhe eigenständig binden kann, bis hin zu den Vorzügen professioneller Arbeitsschuhe spannte er den gedanklichen Bogen. Am heutigen Tag aber könnten seine Schützlinge gedanklich die Beinbekleidung ab- und die Füße hochlegen, "Ihr habt es geschafft!"

Lisa Winterholler mit ihrem Saxofon, begleitet von Werner Wolff, eröffnete den Abend passend mit: "Time to say goodbye". Bürgermeister Manfred Wolf, der kurz darauf zur eigenen Gemeinderatssitzung musste, zitierte in seiner Ansprache Goethe: Zwei Dinge müssten Kinder von ihren Eltern mitbekommen, Wurzeln und Flügel. Die Bodenhaftung und Kenntnis der eigenen Grenzen sei das eine. Die Flügel zur Verwirklichung der Träume und als Mittel Zielfindung, dafür habe auch die Schule mit gesorgt. Und die Gemeinde, an die es Steuern zu entrichten gälte ("Das ist nichts Schlechtes"), sorge für das Umfeld. Der umgegrabene Innenhof zeige, dass mit der Schulsanierung schon begonnen sei.

Auf Bibelworte stützten sich die beiden Pfarrer Werner Pfundstein und Steffen Schubert. Der katholische Pater nannte Paulus mit seinem "Prüft alles und das Gute behaltet" und riet, sich nicht auf Vorurteile zu verlassen. Der evangelische Geistliche erzählt die Geschichte von Robert Manry aus Falmouth (USA). Mit einem kleinen Boot machte er sich auf die Reise nach Falmouth in England - allein. "Habt Ihr gemerkt, was Robert Manry hatte? - Durchhaltevermögen!" Sich nicht mit dem Mittelmaß zufriedenzugeben, neue Herausforderungen anzunehmen, ja sich sogar etwas Verrücktes vorzunehmen, das gab der Geistliche seinen ehemaligen Schülerinnen und Schülern mit auf den weiteren Lebensweg. Und Lisa Winterholler spielte "Somewhere over the rainbow" (frei übersetzt: Irgendwo jenseits des Regenbogens).

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Vermittlungsquote erhöht

Wie geht es für die Kissinger Absolventen weiter? "Die Verbesserung der Lehrstellensituation hat unsere Vermittlungsquote weiter erhöht", bilanzierte Staffler. 21 Heranwachsende haben einen festen Ausbildungsplatz, acht wechseln auf die Berufsfachschule, die Wirtschaftsschule oder Richtung mittlere Reife. Gabi Köchl vom Elternbeirat fand ebenso launig Worte wie Schülersprecherin Jessica Nachtigall.

Und wie jedes Jahr gab es natürlich eine Vielzahl an Auszeichnungen für die Schülerlotsen, die Polizeihauptmeisterin Kerstin Baumheyer zusammen mit Staffler überreichte.

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