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Gesellschaft
19.10.2017

Wenn Retter selbst in Not geraten

Zwölf Delikte registrierte die Friedberger Polizei im vergangenen Jahr, bei denen aktiver Widerstand gegen Beamte geleistet wurde.
Foto: Alexander Kaya

Schläge, Tritte und Beschimpfungen – die Gewalt gegen Polizisten und Rettungskräfte nimmt zu. Auch im Landkreis wurden im vergangenen Jahr mehrere Fälle registriert. Doch insgesamt ist die Bilanz positiv.

Als sich die Haustür öffnet, bekommen die Beamten Pfefferspray ins Gesicht. Bei einer Party in Wulfertshausen werden Jugendliche ausfällig, brüllen herum und schubsen die Polizisten. Immer wieder erleben Beamte und Rettungskräfte Gewalt am Einsatzort. Tendenz steigend. Auch im Landkreis registrierte die Polizei im vergangenen Jahr mehrere Übergriffen. Doch insgesamt fällt die Bilanz recht positiv aus.

„Uns liegen zwölf Delikte aus dem vergangenen Jahr vor, bei denen aktiver Widerstand gegen Polizisten geleistet wurde“, so Peter Zimmermann, stellvertretender Leiter der Polizeidienststelle Friedberg. Darunter fallen Schläge, Kopfnüsse bis hin zu Fußtritten. Dazu kommen fünf Fälle, in denen Beamte beleidigt wurden. „Da war meistens Alkohol im Spiel“, so Zimmermann. Er sieht in den Zahlen keine drastische Entwicklung. Denn die Übergriffe hielte sich in Grenzen. „In der Stadt ist die Respektlosigkeit gegenüber Beamten deutlich höher“, sagt Zimmermann. Bevor er im vergangenen Jahr zur Friedberger Polizei kam, arbeitete er in Augsburg. „Dadurch habe ich den direkten Stadt-Land-Vergleich“, sagt er. „Auf dem Land zollt man der Polizei noch mehr Respekt.“ Vorfälle wie der in Wulfertshausen seien eine absolute Ausnahme.

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