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Wetter

19.09.2016

Wenn der Regen die Bilanz verhagelt

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Das Unwetter im  Juli  sorgte dafür, dass die Zelte beim Paradise Beach  vollkommen zerstört wurden.
Bild: Eva Weizenegger

Erst zu nass, dann heiß: Dieser Sommer hatte es in sich. Wie er sich auf Biergärten und Open-Air-Veranstaltungen auswirkte.

Erst regnerisch und kalt, dann trocken und heiß: Der Sommer zeigte sich dieses Jahr von seiner launischen Seite. Darunter litten Biergärten und Freiluftveranstaltungen. Jetzt macht der Sommer vorerst Pause – Zeit für eine Zwischenbilanz.

Gastronomie

Anita Müller vom Seestern in Kissing zeigt sich mit dem Sommer sehr zufrieden: „Wirtschaftlich ging es unserem Lokal gut“, sagt sie. Viele Gäste seien gekommen, um ihren Durst am Weitmannsee zu stillen. Der Seestern hat in Zeiten unsicheren Wetters einen Vorteil, nämlich eine Überdachung, welche die Gäste vor Wind und Regen schützt. Weil sich Wirte nicht nur auf gutes Wetter verlassen können, hat der Seestern zudem eine neue Veranstaltung eingeführt: Schaukochen mit anschließendem Vier-Gänge-Menü. Das sei gut angekommen, berichtet Müller.

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Lothar Sigl vom Landhaus Sigl in Rederzhausen sieht den Sommer ambivalent: Das Wetter und damit das Biergartengeschäft seien wenig konstant gewesen. Demzufolge lautet sein Resümee für die Saison: „Nicht gut und nicht schlecht.“ Selbst besondere Sportereignisse wie in diesem Jahr die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele, hätten keine spürbaren Auswirkungen auf das Geschäft gehabt, sagt der Wirt. Es blieb ein Sommer wie viele andere auch.

Eine negative Bilanz zieht Marietta Baumüller vom Restaurant Andechser in Mering. „Die Saison hat spät begonnen und war dann zu verhalten“, sagt die Gastronomin. Gerade zu Beginn habe der Regen den Absatz getrübt. Nach dem Prinzip „kommt die Sonne, kommen die Leute“ habe der Altweibersommer zwar einiges wettgemacht. Allerdings habe er die Zahlen nicht vollständig ausgleichen können.

Paradise Beach

Sechs Wochen lang verwandelte sich der Meringer Marktplatz in einen Südseestrand mit Palmen, Liegestühlen, Sonnenschirmen, Cocktails und Musik. Allerdings stand die Freiluftparty unter keinem guten Stern: „Paradise Beach war kalt und verregnet. Die Veranstaltung ist buchstäblich ins Wasser gefallen,“ klagt die Mitorganisatorin Marietta Baumüller. 

Kinonächte

Besonderes Pech hatte in diesem Sommer das Freiluftkino am Friedberger Marienplatz: Von insgesamt drei Vorführungen habe man lediglich einen Film vollständig zeigen können, berichtet die Mitorganisatorin Claudia Eser-Schuberth. „Der erste Abend wurde abgesagt, den dritten mussten wir nach zehn Minuten abbrechen, weil der Wind zu stark war.“ Dabei sei der Zulauf sehr gut gewesen, so Eser-Schuberth: „Die Leute hatten Lust und freuten sich darauf. Das Wetter hat uns dieses Jahr einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Freibad

Die Freibäder in Dasing und Mering blicken auf einen zufriedenstellenden Sommer zurück, der verhältnismäßig gute Besucherzahlen vorwies. Obwohl eine solch unstete Wetterlage einige Schwierigkeiten birgt, habe man mit dem schönen Herbst zum Schluss hinaus durchaus Glück gehabt, sagt Bademeister Walter Senftleben vom Freibad Mering. Genaue Zahlen kann er allerdings nicht vorlegen. Zu derselben Ansicht gelangt Tino Ruißing von der Gemeinde Dasing, wo es ebenfalls ein Freibad gibt: „Der Anfang der Badesaison war etwas zäh, es ist dann aber nach und nach besser geworden.“ Die Zeit ab August habe das schlechte Wetter im Juni und Juli schließlich fast vergessen gemacht. 

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