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21.11.2016

Wenn die Lösung bei den Theaterfreunden Ried zum Problem wird

Theater in Ried: Lenz Hopfmoar (links, Leo Ludwig) und Ottl Hoapfmoar (Wolfgang Sandner) streiten sich um die Quelle. 

 Beim Stück „Da Leftutti“ fiebert das Publikum im Rieder Rathaus bis zum Ende mit

 Zahlreich strömten die Besucher in das Rathaus nach Ried für die Premiere des Theaterstücks „Da Leftutti“. Seit Jahren begeistern die Rieder Theaterfreunde mit ihrer Schauspielerei. Das spiegelte auch der Kartenverkauf wider. Bereits im Vorverkauf wurden nahezu alle Tickets für die Premiere ausverkauft. Das freut auch Alois Bachmeir, den ersten Vorstand der Theaterfreunde in Ried: „Das Publikum kommt nicht nur aus Ried, sondern auch aus der Umgebung.“

Ob Familien oder gar ganze Vereine aus anderen Dörfern. „Man besucht sich gegenseitig bei den Theateraufführungen“, weiß auch Renate Mühlbauer. Zusammen mit ihren Freunden ist sie eine treue Besucherin der Theaterstücke.

Eine Besonderheit war vor allem, dass nach einigen Jahren Auszeit auch die Jugendgruppe wieder auf der Bühne stand. Bachmeir liegt die Jugendarbeit sehr am Herzen „Die Jugendlichen üben genauso viel und sollen auch zum Zug kommen“, sagt er. Mit dem eigenen Stück „Wenn Mama streikt“ im Vorspann beschäftigten sich die sechs Nachwuchsschauspieler mit viel Humor mit dem Familienleben und dessen Problemen. Die Mutter Lena (Lena Häckl) wird von ihren Kindern Sabine (Viola Mangold), Franzi (Annalena Neumeir) und Nico (Luis Wolf) nur als Putzfrau und Bedienstete gesehen. Ihr Ehemann Fredl (Matthias Häckl) weiß sie auch kaum mehr zu schätzen. Ihr Schwiegervater Friedrich (Tobias Ludwig) kann sich das nicht weiter mit ansehen und verordnet der überarbeiteten und gestressten Lena eine Auszeit. Zunächst ist die Familie darüber entrüstet. Mit der Zeit bringen sie aber Verständnis für die Situation der Mutter auf. Schon im Vornherein wurde angekündigt, dass der ein oder andere sich garantiert selbst wieder erkennen würde. Und tatsächlich erinnerte viel an den eigenen Familienalltag.

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Nach dem gelungenen Vorspann folgte das eigentliche Theaterstück „Da Leftutti“. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als sich der Vorhang hob. Leo Ludwig, der für den Bühnenbau zuständig war und auch selbst mitspielte, gelang es, das Mühlrad mit Wasser anzutreiben. Sowohl die Mühle, als der Gastraum der Brauerei waren wahrheitsgetreu und mit viel Liebe zum Detail nachgebaut worden. „Das Bühnenbild ist super“, findet der Theaterfan Willi Höß. Dieses Jahr freut ihn vor allem die spannende Handlung. „Man ahnt noch nicht ansatzweise wie das Stück ausgeht“, das gefällt Höß.

Die beiden Brüder Ottl (Wolfgang Sandner) und Lenz Hoapfmoar (Leo Ludwig) führen eine Brauerei und eine Mühle in direkter Nachbarschaft, die sie jeweils von ihren Eltern vererbt bekommen haben. Dem jüngeren Ottl droht die Quelle der Brauerei zu versiegen. Zusammen mit seinen Freunden, Bürgermeister Brenninger Beppi (Andreas Seidel) und Da Schiaber (Hans Wittkopf) entwickelt er einen hinterlistigen Plan, um an die Quelle seines Bruders Lenz zu kommen. Doch im Laufe der Zeit wird die Lösung des Problems zum eigentlichen Problem. Dabei werden die Leben der beiden Brüder auf den Kopf gestellt.

Die humorvolle Umsetzung hat die Zuschauer mitgerissen und sorgte für zahlreiche Lacher. Während der Pausen zwischen den Akten tauschten sich die Besucher rege aus und rätselten wie das Stück ausgehen wird. Im dritten und letzten Akt, wurde das Ende gelüftet. Mit tosendem Applaus wurden die zehn Schauspieler für ihre gute Leistung belohnt. Wer jetzt neugierig geworden ist und sich das Theaterstück selbst ansehen will hat in der nächsten Woche noch die Möglichkeit.

Aufführungen finden an folgenden Terminen im Rathaus in Ried (Untergeschoss) statt: Freitag, Samstag, 25. November, 19.30 Uhr; Samstag, 26. November, 19.30 Uhr; Sonntag, 27. November, 18 Uhr. Kartenvorverkauf per Telefon unter 08233/1337.

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