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Theater in Mering 

05.11.2017

Wenn die Lügenglocke läutet

Der Pfarrer (Florian Gruber) bittet die Gemeinderäte um Spen den für eine neue Kirchenglocke. Von links Albert Müller, Werner Baka, Stefan Brunnhuber und  Martin Mayr.
Bild: Brigitte Glas

Almarausch-Trachtler zeigen unterhaltsames Stück im ausverkauften Papst-Johannes-Haus.

Wenn einer lügt oder flucht, läutet sofort die „Lügenglocke“. Diesen Spaß wollten sich die Meringer nicht entgehen lassen und sorgten bei der Premiere des diesjährigen Stückes des Heimat- und Trachtenvereins Almarausch auch dieses Mal für ein randvolles Papst-Johannes-Haus. Die Theatergruppe spielte sich ein weiteres Mal in die Herzen der Zuschauer und erntete Riesenapplaus.

Das Stück spielt in der Gaststube vom Filzerwirt. Der Wirt Alois Filzer (Albert Müller) ist gleichzeitig Bürgermeister. Bei ihm werden bei Bier und Schnaps viele inoffizielle Gemeinderatssitzungen abgehalten. Diesmal geht es um eine neu zu eröffnende Diskothek, die der künftige Inhaber nicht allein finanzieren kann. Der Vorschlag des Bürgermeisters scheint einfach aber genial: Er selbst und die Gemeinderäte (Martin Mayr, Werner Baka und Stefan Brunnhuber) sollen sich beteiligen und dadurch große Geschäfte machen.

Das Geld scheint bei ihnen locker zu sitzen. Bis der Pfarrer (Florian Gruber) in die „Sitzung“ hineinplatzt und atemlos berichtet, dass der Glockenstuhl zusammengebrochen, die große Kirchturmglocke heruntergefallen und zersprungen ist. Für einen neuen Glockenstuhl und für eine neue Glocke bittet er um Spenden. Und plötzlich sind der Bürgermeister und seine Gemeinderäte die Ärmsten in der Gemeinde, zumindest tun sie so.

Thomas, ein stellenloser, junger Elektriker (Tobias Eppeneder) verdient sein Geld als Aushilfskellner beim Filzer und hört alles mit. Aus Empörung entwickelt er die Lügenglocke, eine Erfindung, die ihn zum Strategen und Geldeintreiber für die Glockenbeschaffung macht. Zusammen mit dem Pfarrer und der Wahrsagerin Walli Waldmoser (Steffi Steinhart) schmiedet er einen Plan. Geschickt fädelt er alles ein und lässt bei jeder Lüge die „göttliche“ Glocke läuten. In der Wirtsstube hört die Glocke nun kaum mehr auf zu läuten. Sogar die brave Wirtin (Simone Vötter) bleibt oft nicht bei der Wahrheit. Thomas und der Pfarrer Zangerl bleiben dabei, dass nur durch eine Spende die „Herrgottsglocke“ wieder verstummen würde. Um nicht ständig als Lügner ertappt zu werden, spenden nun die Anwesenden großzügig und die neue Glocke kann gekauft werden. Thomas hat mit seiner Erfindung auch sich selbst einen Gefallen getan. Er kann seine Braut, die Tochter des Bürgermeisters (Nicole Metken) heiraten. Dazu läutet zum ersten Mal die so schwer erkämpfte neue Glocke.

Aufführungen Weitere Spieltermine sind am Samstag, 11. November, um 19.30 Uhr und an den Sonntagen, 12. und 19. November um 17.30 Uhr. Vor allen Vorstellungen tanzt die Trachtenjugend. Karten gibt es an der Abendkasse. Reservierungen nimmt Sieglinde Brunnhuber unter Telefon 08233/ 92565 entgegen

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