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Kissing

03.10.2019

Wenn es brennt: Bauhof-Mitarbeiter springen bei der Feuerwehr ein

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Die Feuerwehr Kissing braucht Hilfe
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Plus Um die Tagesalarmbereitschaft gewährleisten zu können, muss Kissing Mitarbeiter des Bauhofs weiterbilden. Doch die Feuerwehr braucht noch mehr Hilfe.

An Ort und Stelle, nämlich im Kissinger Feuerwehrhaus konnten sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses ein Bild über den derzeitigen Anschaffungsbedarf der Feuerwehr machen. Der 2. Kommandant Markus Lohner gab einen kurzen Überblick über den Stand der Dinge bei der Kissinger Feuerwehr.

Demnach gibt es derzeit 45 aktive Mitglieder, wovon 19 Personen Jugendliche unter 18 Jahren sind. Der Frauenanteil liege zwischen fünf und acht Prozent. Pro Jahr werden rund 100 Einsätze vor allem in Kissing, aber auch überörtlich im Landkreis Aichach-Friedberg gefahren.

„Die Kameradschaft und die Einsatzbereitschaft sind sehr gut, auch die Jugendarbeit läuft super“, zog Markus Lohner Bilanz. Wünschenswert für die jungen Leute wäre allerdings die Einrichtung eines eigenen Aufenthaltsraumes.

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Zunehmend schwieriger werde es aber, bei einer vorgeschriebenen Ausrückzeit von fünf bis acht Minuten und einer bayernweiten Hilfsfrist von zehn Minuten die Einsätze tagsüber zu bewältigen. Viele Feuerwehrleute seien Pendler, die nur am Abend oder am Wochenende helfen könnten.

Mitarbeiter des Kissinger Bauhofs zu Feuerwehrleuten ausgebildet

„Bei der Tagesalarmbereitschaft bräuchten wir dringend mehr Unterstützung von der Verwaltung und vom Bauhof“, so der stellvertretende Kommandant weiter. Laut Bürgermeister Reinhard Gürtner sind derzeit drei Mitarbeiter des Bauhofes in der Weiterbildung, um hier Unterstützung leisten zu können. Ein ähnliches System gibt es in Friedberg.

„Auch bei Personalausschreibungen vermerken wir seit geraumer Zeit, dass ein Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr erwünscht sei. Damit hatten wir aber bislang leider nur mäßigen Erfolg“, so die Personalverantwortliche der Gemeinde Simone Seidler. In einem Rundgang durch das Feuerwehrhaus zeigte Lohner dann den Ausschussmitgliedern die derzeitige Ausrüstung der im Einsatz befindlichen Fahrzeuge.

Die Wunschliste der Feuerwehr Kissing

Aktuell stand auf der Wunschliste der Feuerwehrleute die Anschaffung eines akkubetriebenen Rettungssatzes bestehend aus Spreizer, Schneidgerät, Rettungszylinder, Teleskop-Rettungszylinder, Netzteilen und Akkus. Dieser Rettungssatz habe den Vorteil, dass kein separates Hydraulikaggregat benötigt werde und so langfristig Wartungskosten eingespart werden könnten.

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Feuerwehr Kissing blickt auf 150 Jahre zurück
Bild: Feuerwehr Kissing

„Mit den akkubetriebenen Geräten könnten wir beispielsweise bei einem Unfall, wo es um Leben und Tod geht, wertvolle Zeit einsparen, wenn beim Einsatz der Rettungskräfte weniger Kabel und Gerätschaften der Feuerwehr im Weg stehen würden“, führt Markus Lohner weiter aus. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für die Anschaffung des neuen Equipments für rund 29.000 Euro aus.

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