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19.06.2009

Wer Geld will, muss schnell sein

Aichach-Friedberg Ein bisschen Werbung kann nicht schaden, dachte sich der Bürgermeister von Oberottmarshausen. Gerhard Mößner lud darum die Mitglieder des Erholungsgebietevereins, Kommunalpolitiker aus der ganzen Region, in den Bus und zeigte ihnen, was seine Gemeinde zu bieten hat - nicht ohne Hintergedanken freilich. Denn Oberottmarshausen hätte gerne, was viele andere Kommunen in der ganzen Region schon bekommen haben: ein bisschen Geld aus dem großen Fördertopf des Vereins für ein Naherholungsprojekt.

Denn genau solche Vorhaben unterstützt der Erholungsgebieteverein - ganz korrekt ausgedrückt "der Verein zur Sicherstellung überörtlicher Erholungsgebiete für die Region Augsburg" oder kurz EVA. Egal, ob es sich dabei um Wanderwege, Badeseen oder Lehrpfade handelt. Und das seit 39 Jahren.

Gemeindegrenzen, ja sogar Landkreis- und Bezirksgrenzen spielen keine Rolle. 33 Mitglieder hat der Verein: Kommunen aus den Landkreisen Augsburg, Aichach-Friedberg, Landsberg, die Stadt Augsburg und der Bezirk Schwaben. Sie alle zahlen ein in einen großen Topf. Daraus werden die Projekte gefördert. Der EVA-Vorsitzende, Aichachs Landrat Christian Knauer, spricht von einem "guten Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit".

Beim Mitgliedertreffen in Oberottmarshausen blieb es daher nicht nur bei der fröhlichen Bustour durch den Ort. Die Finanzen des Vereins, Förderrichtlinien und Fristen waren ebenso Thema für die Vertreter der Mitgliedskommunen. Denn schließlich geht es beim EVA um Geld, um viel Geld, das hier in der Region investiert werden soll, um den Erholungswert zu steigern.

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Neu ist: Wenn der EVA eine Förderung bewilligt hat, muss der Träger schnell handeln. Innerhalb von zwei Jahren muss er mit der Maßnahme beginnen, sonst verfällt die Zusage. Ausnahmen sind möglich. Wenn das Projekt später doch realisiert wird, kann ein neuer Antrag gestellt werden. Für "Altfälle", die vor dem 1. September 2009 beantragt wurden, gilt eine Übergangsfrist. Das sei wichtig, damit der Erholungsgebieteverein nicht über einen langen Zeitraum unnötig Rücklagen vorhält, erklärt der EVA.

Bislang unterstützt der Erholungsgebieteverein im laufenden Jahr 26 Projekte. Die höchste Förderung geht nach Königsbrunn, wo für über 600 000 Euro ein Freizeithügel entsteht. Auch 2010 wird der EVA kräftig investieren. Bereits fest steht eine Förderung von über 280 000 Euro für die Entschlammung des Rothsees in Zusmarshausen. Das sind die Projekte 2009 im Wittelsbacher land:

Aichach Weg und Parkplätze am Schlosspark (51 521 Euro)

Kissing Erweiterung des Spielplatzes am Weitmannsee (13 000 Euro)

Kissing Erneuerung der DLRG-Bootanlegestelle am Weitmannsee (4290 Euro)

Aichach Walderlebnispfad (3577 Euro)

Todtenweis Änderung des Bebauungsplans "Sander Seen" (3500 Euro)

Merching Entkrautung des Mandichosees (3000 Euro)

Landkreis Wanderwegekonzept (2852 Euro).

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