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Fußball-Nachlese

07.05.2018

Wer will Zweiter werden?

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Obenauf waren die Meringer – hier Torjäger Markus Gärtner beim Kopfball – beim sicheren 3:0-Sieg gegen den TSV Gilching, einen Kandidaten im Rennen um den zweiten Platz in der Landesliga. Nun haben auch die Meringer wieder Chancen.
Bild: Peter Kleist

In der Landesliga ist nun auch Mering wieder in der Verlosung. Stätzling konzentriert sich auf die „Verlängerung“. Zwei Teams steuern Meisterkurs.

Eigentlich waren sie ja schon komplett aus dem Rennen um Platz zwei, die Fußballer des SV Mering in der Landesliga Südwest. „Das Thema hatten wir ja schon abgehakt“, meinte auch MSV-Präsident Georg Resch. Doch so schnelllebig ist der Fußball: Nach dem 3:0 gegen Gilching, ebenfalls ein Kandidat für die Aufstiegsrelegation, hat der MSV wieder Chancen. Zugegeben, bei fünf Punkten Rückstand auf Illertissen II sind die zwei Spieltage vor Schluss wohl nur theoretischer Natur, aber schließlich heißt es ja auch „Nichts ist unmöglich.“ Denn bei den Teams, die noch im Rennen sind, sind zwei – Illertissen II und Memmingen II – Regionalliga-Reserven und ob die wirklich nach oben wollen? Blieben also Mering und Gilching, das es am letzten Spieltag mit Illertissen zu tun bekommt. Sportlich jedenfalls scheinen die Meringer gerüstet zu sein, denn das 3:0 gegen Gilching war eine bemerkenswerte Vorstellung. „Wenn das Spiel so schön wird, wie das Wetter, dann dürfen wir uns freuen“, meinte Trainer Gerhard Kitzler vor dem Anpfiff. Es wurde so schön. „Das war ein tolles Spiel und ich habe mich richtig gefreut. Ich konnte mich kaum erinnern, wann wir das letzte Mal 3:0 gewonnen hatten“, sagte Georg Resch. Der hatte vor dem Anpfiff auch die Muße, sich mit Conny Höß, dem „Mister Pipinsried“ ausgiebig zu unterhalten. „Wir haben uns natürlich über das Spiel der Löwen am Samstag unterhalten – und auch sonst über dies und das gefachsimpelt“, erläuterte der MSV-Präsident.

Während Mering also noch nach oben schielen darf, ist für Stätzling nun die Abstiegsrelegation fix. Das 0:2 beim Schlusslicht Bad Grönenbach sorgte für lange Gesichter. „Irgendwann war klar, dass wir die vielen Ausfälle nicht mehr kompensieren können“, so Trainer Alex Bartl. Eine Halbzeit man mit, die zweiten 45 Minuten „hatten mit Landesliga-Fußball aber nichts mehr zu tun“, meinte der Trainer kritisch. Nun gilt die Konzentration den Spielen gegen den Abstieg, die wohl am 24. und 29. Mai anstehen. „Ich muss die Mannschaft finden, die sich da dann bewähren muss – da kann sich jeder im Training empfehlen“, meinte der Coach. Dem FCS steht in jedem Fall ein Umbruch bevor: Franz Losert und Markus Rolle gehen als Trainer zum BC Rinnenthal, Christoph Mittermaier wechselt zum TSV Schwabmünchen. „Das tut uns wirklich weh, denn er war einer meiner konstantesen Spieler“, bedauerte Bartl diesen Wechsel.

Beim Kissinger SC dürfte man froh sein, wenn diese Saison in der Bezirksliga Süd zu Ende ist. Im Jahr 2018 gelang noch kein Punktspielsieg, gegen Babenhausen verlor der ersatzgeschwächte KSC mit 1:2. „Ich kann ich nicht erinnern, dass wir schon mal so viele Ausfälle gleichzeitig hatten“, erklärte Abteilungsleiter Mario Borrelli. Nach unten kann dem Team nach den Resultaten vom Wochenende aber nun nichts mehr passieren und Borrelli hatte auch noch eine gute Nachricht parat: Bis auf Dominik Pöhlmann, den es beruflich nach München zieht, bleibt das Team zusammen.

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In der Kreisliga Ost ergriff der FC Stätzling II mit dem 2:0 bei Schlusslicht Berg im Gau den letzten Strohhalm in Sachen Klassenerhalt, doch das Team von Felipe Lameira braucht noch zwei Siege und die Hilfe anderer. Unter anderem die des derzeit so erfolgreichen BC Rinnenthal, der am Sonntag nach dem Wunsch des FCS den SV Feldheim bezwingen soll. In Münster setzte sich der BCR mit 2:1 durch.

Alles noch in eigener Hand haben es dagegen zwei Friedberger Mannschaften, die momentan zumindest strikt auf Kurs Meisterschaft steuern. Der TSV Friedberg untermauerte seine Ambitionen in der Kreisklasse Aichach mit einem 6:2 gegen Stotzard, der SV Wulfertshausen die seinen in der A-Klasse Aichach mit einem 5:0 gegen Schiltberg. Der TSV 1862 geriet nur kurz vor der Pause bei zwei vermeidbaren Gegentoren ins Stolpern. „Wir haben die Fehler angesprochen und uns neu gesammelt – und das hat egklappt“, sagte TSV-Trainer Ali Dabestani. Den Chancen nach wäre sogar ein noch höherer Sieg möglich gewesen. Verfolger TSV Dasing stoppte seinen Abwärtstrend mit einem 4:0 in Oberbernbach und will zumindest den zweiten Platz. Für den SV Ried wird im Abstiegskampf die Luft nach dem 1:5 gegen Inchenhofen wieder dünner.

Das ist sie schon lange für den SV Mering II in der Kreisklasse Augsburg-Mitte. Das Team von Stefan Eser rutschte trotz eines 2:1-Sieges gegen Stadtbergen auf den letzten Platz ab – weil eben auch die Konkurrenz gewann. Allen voran Öz Akdeniz überraschend mit 3:2 beim SV Ottmaring, der damit erstmals seit dem 5. November 2016 wieder ein Heimspiel verlor. „Ich bin dennoch zuversichtlich“, so MSV-Präsident Georg Resch.

In der A-Klasse dürfte es für die Sportfreunde Friedberg trotz des 6:3 gegen Türkspor Aichach nicht mehr zu Platz zwei reichen – und dem SV Ottmaring II droht nach dem 1:2 gegen den SV Hammerschmiede II der Abstieg in die B-Klasse. Am Mittwoch um 19 Uhr steigt das Friedberger Derby beim SVO – und den Gastgebern hilft dann nur mehr ein Sieg weiter.

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