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Friedberg

06.05.2020

Wer wird 3. Bürgermeisterin von Friedberg?

Sowohl Ulrike Sasse-Feile (SPD, links)) als auch Claudia Eser-Schuberth (Grüne) gelten als Mögliche Interessentinnen für das Amt der 3. Friedberger Bürgermeisterin.
Bild: SPD/Grüne

Plus Als Vize von Roland Eichmann ist Richard Scharold (CSU) gesetzt. Um den weiteren Stellvertreterposten bewirbt sich Claudia Eser-Schuberth (Grüne). Und die SPD?

In geheimer Wahl wird der neue Friedberger Stadtrat heute Abend über die Stellvertreter von Bürgermeister Roland Eichmann entscheiden. Als sicher sieht man in der Politik die erneute Wahl von Richard Scharold zum 2. Bürgermeister.

Die CSU als stärkste Fraktion werde ihn vorschlagen, kündigte Fraktionschef Thomas Kleist am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion an. Scharold hatte das Amt bereits die vergangenen sechs Jahre inne und keinen Hehl daraus gemacht, dass es ihm weiter Freude bereiten würde. Vertreter aller Fraktionen signalisierten, dass sie das Vorschlagsrecht der CSU akzeptieren würden.

Richard Scharold (CSU) wird wohl Vize des Bürgermeisters.
Bild: CSU

Man habe mehrere Optionen diskutiert, räumte Kleist ein, wollte sich aber nicht zu der internen Debatte äußern. Im Gespräch waren jedoch unter anderem der Bürgermeisterkandidat Florian Fleig, Kleist selber, aber auch Simone Losinger, seit sechs Jahren im Gremium und eine von nur zwei der zwölf CSU-Stadträte. Thomas Kleist bleibt nun Fraktionsvorsitzender, seine Stellvertreter sind Simone Losinger (zuständig für Öffentlichkeitsarbeit), Florian Fleig (Kasse) und Paul Trinkl (Schriftführer).

Wen die CSU bei der Kandidatur um das weitere Stellvertreteramt unterstützen würde, wollte Kleist nicht sagen; man wisse zum Beispiel nicht, ob Scharold einen Gegenkandidaten bekommt und wie das Ergebnis dann ausfallen würde. Es gebe auch keinerlei Absprachen. Nur so viel: „Wir werden eine Frau unterstützen.“ Anderes ist kaum möglich.

Wer wird Nachfolgerin von Martha Reißner in Friedberg?

Denn als Nachfolgerin von Martha Reißner ( SPD) kommen nur zwei Frauen infrage: Ulrike Sasse-Feile (SPD) und Claudia Eser-Schuberth (Grüne). Es war allseits bekannt, dass Sasse-Feile sich für den Posten der 3. Bürgermeisterin interessiert; dem Vernehmen nach gab es schon Sondierungsgespräche. Sasse-Feile ist Vorsitzende ihrer Fraktion, vertreten von Simone Hörmann von und zu Guttenberg.

Will Ulrike Sasse-Feile (SPD) 3. Bürgermeisterin werden?
Bild: SPD

Auf Anfrage unserer Redaktion sagte sie jedoch am Tag vor der entscheidenden Sitzung, sie könne sich dazu im Moment nicht äußern. Sie führe gerade viele Gespräche und das Thema solle am Mittwochabend in der Fraktion und im Ortsverein nochmals abgestimmt werden. „Man muss die Gesamtsituation betrachten“, so die SPD-Politikerin, „also etwa auch, wer 2. Bürgermeister wird.“

Das lässt darauf schließen, dass die SPD überlegt, den geänderten Machtverhältnissen im 30-köpfigen Stadtrat Rechnung zu tragen: Stellten die Sozialdemokraten in der vergangenen Periode mit sieben Stadträten noch die zweitgrößte Fraktion, sind dies jetzt nur noch fünf (plus Bürgermeister Eichmann).

Die Grünen dahingegen konnten bei der Kommunalwahl im März um zwei auf fünf Stadträte zulegen. Daher rechneten Insider Eser-Schuberth, die sich seit Jahrzehnten um den Posten bewirbt, dieses Mal von vorne herein keine schlechten Chancen aus.

Claudia Eser-Schuberth (Grüne) sieht für sich gute Chancen.
Bild: Grüne

Sie selber sagte am Mittwoch: „Selbstverständlich werde ich in den Ring steigen – und ich sehe ganz gute Chancen.“ Sie sei bei vielen Kollegen bekannt. „Wer mich schätzt, darf mich gerne wählen.“ Eser-Schuberth bleibt auf jeden Fall Vorsitzende der Grünen im Stadtrat, ihr Stellvertreter ist Egon Stamp, der Bürgermeisterkandidat der Partei war.

Was sagen Freie Wähler und Parteifreie in Friedberg?

Keine Ambitionen auf einen Bürgermeisterposten haben Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger) und Johannes Hatzold (Freie Wähler), wie sie auf Anfrage bestätigten. Rockelmann bleibt Fraktionsvorsitzender, vertreten von Siegbert Mersdorf. Seine Fraktion werde beim Amt der 3. Bürgermeisterin „jemanden unterstützen, der dran ist“ und sei für eine „friedliche Lösung“, drückte er sich verklausuliert aus. Hatzold war da offener: Die drei Freien Wähler würden für Eser-Schuberth votieren. Er schätze ihre Erfahrung.

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