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Gesundheit

06.07.2014

Wer zu viel Sonne abkriegt, begibt sich in Gefahr

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Die Mediengestalterin Heike Buchti trägt im Sommer grundsätzlich einen Hut.

Hautkrebs-Neuerkrankungen nehmen zu. Experten erklären, wie man sich am besten vor der Sonne schützen sollte.

Wenn die Sonne so wie gestern scheint, herrscht Hochbetrieb am Friedberger See. Doch die willkommenen Sonnenstrahlen bergen auch Gefahren. Zu viel davon, kann Hautkrebs verursachen. Jedes Jahr verzeichnet die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID), 234000 Neuerkrankungen.

Als mögliche Ursache nennt Hautarzt Dr. Alexander Hölzle aus Mering: „Die Menschen sind oft zu lange und nicht ausreichend geschützt in der Sonne.“ Der Facharzt erklärt, dass je nach Hauttyp und Anzahl der Muttermale das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, unterschiedlich groß sei. Vorwiegend bei älteren Menschen werde Hautkrebs diagnostiziert, so Hölzle. Denn je mehr Sonne, desto mehr Schaden. Auch über die Jahre und sonnenfreien Tage hinweg, denn „die Haut merkt sich alles“. Silvia Johne zählt zu denen, die sich gerne am Friedberger See bräunen. Sie meint: „Wer braun werden will, sollte Geduld haben.“ Sie fängt zur Badesaison mit zehn Minuten in der Sonne an. „Danach bleibe ich jeden Tag etwas länger liegen.“ Auch im Schatten ließe sich das schöne Wetter genießen. Sandra Adrian geht erst etwa nach 15 Uhr nach draußen und benützt eine Tagescreme mit Sonnenschutz 50. „Da ist es dann auch ruhiger“, sagt sie. Einen Sonnenschirm stellt sich Stefanie Stolle an den Badestrand. „Das ist ein zusätzlicher Schutz für mich und meine Haut.“ Apothekerin Eva Muther-Müller empfiehlt, dass vor allem Kleinkinder unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und nie praller Sonne ausgesetzt werden sollten. Auch rät sie zu einer wasser- und schweißfesten Sonnencreme, die in die Haut eindringt. Ganz wichtig sei auch, so Sandra Theilacker, Mitarbeiterin in einem Friedberger Schönheitsinstitut, dass der Sonnenschutz wieder abgewaschen werde. Sie betont, dass im Sommer die Haut zusätzlich gepflegt werden sollte. Zusätzliche Pflege braucht die Haut auch bei Sonnenbrand.

Magerquark hilft gegen Sonnenbrand

Am Friedberger See genießt Martin Seifert aus Augsburg gerade die Sonne. Er versucht, Sonnenbrand grundsätzlich zu vermeiden. Bekommt er aber doch mal zu viel Sonne ab, hat er einen Tipp: „Letztes Mal habe ich Magerquark auf die Haut aufgetragen. Er kühlt und gibt Feuchtigkeit zurück.“ Diese Empfehlung habe er im Erste-Hilfe-Kurs bekommen.

Es ist der Hauttyp, der bestimmt, wie sehr man sich vor den Sonnenstrahlen schützen muss. „Manche Leute sollten die Sonne grundsätzlich vermeiden“, erklärt Petra Heins. Die Leiterin des Joy-and-Sun-Solariums in Friedberg meint: „Wenn jeder vernünftig mit sich selber umgeht, sind weder das Solarium noch die Sonne schädlich.“ Alle ihre Neukunden machen bei ihr zuerst einen Hauttest. So kann sie je nach Hauttyp die richtige Bestrahlung empfehlen. Das Bräunen sei für sie in erster Linie ein Stimmungsaufheller. Früher galten eher Landwirte und Bauarbeiter als gefährdet in Sachen Sonnenbrand und Hautkrebs. Darauf weist Hautarzt Alexander Hölzle hin. Denn diese Berufsgruppen müssen oft stundenlang in praller Sonne ihre Arbeit verrichten. Durch ein geändertes Freizeitverhalten seien nun weit mehr Menschen betroffen. „Die Symptome von Hautkrebs lassen sich ganz einfach an einem veränderten Hautbild bemerken.“ Etwa an einer nicht heilenden Wunde, die keine ist, oder unterschiedlich oder dunkel verfärbte Leberflecken. Eine frühzeitige Behandlung sei wichtig und könne Leben retten. „Vor allem der weiße Hautkrebs und seine Vorstufen können in den meisten Fällen vollständig geheilt werden“, erklärt Hölzle. Am sichersten ginge das durch die operative Entfernung.

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